
Das Wälzschälen ist ein kontinuierlich wälzendes Verzahnungsverfahren mit gekreuzter Achsanordnung von Werkstück und Werkzeug. Dadurch bietet es nicht nur größere Freiheitsgrade bei der Bearbeitung, sondern ist auch produktiv und wirtschaftlich. Das Verfahren eignet sich für verschiedenste Werkstücke – für kleine und große Zahnräder, Außen- und Innenverzahnungen sowie Werkstücke mit Störkonturen. Aufgrund der komplexen Prozesskinematik konnte es sich jedoch lange nicht durchsetzen.
Haider Arroum, Vertriebsleiter für Verzahnungswerkzeuge bei Liebherr-Verzahntechnik, erinnert sich: „Früher war das Wälzschälen ein iterativer, langwieriger und fehleranfälliger Prozess, der – einmal eingerichtet – möglichst nicht mehr verändert werden sollte.“ Doch dank moderner Maschinenkonzepte mit Direktantrieben, neuen Werkzeugmaterialien und intelligenten Simulationen erlebt das Verfahren eine Renaissance. Liebherr-Verzahntechnik ist Vorreiter auf diesem Gebiet und bietet Anwendern mit dem Technologiepaket Skiving3 (Cubic Skiving) das erforderliche Knowhow. Auch in der eigenen Lohnfertigung setzt das Unternehmen zunehmend auf Wälzschälen statt Stoßen. „Wir produzieren damit deutlich schneller und erzielen eine bessere Qualität und Lieferfähigkeit bei gleichzeitig höherem Output und günstigeren Preisen“, berichtet der Anwendungsexperte für Verzahnungswerkzeuge Marcel Sobczyk. Bislang kam das Wälzschälen vorwiegend in der Serienfertigung zum Einsatz. Dank Skiving3 funktioniert es aber auch bei geringen Stückzahlen und größerer Teilevielfalt.

















