Spanntechnik und CNC-Technik Hand in Hand

In Arbeit bei CNC-Technik Heil: Aufnahme des Bauteils über die direkt ins Werkstück eingebrachten SolidPoint-Bolzen - das erspart einen Zentrierspanner und damit Rüstkosten sowie Aufbauhöhe.
In Arbeit bei CNC-Technik Heil: Aufnahme des Bauteils über die direkt ins Werkstück eingebrachten SolidPoint-Bolzen – das erspart einen Zentrierspanner und damit Rüstkosten sowie Aufbauhöhe. Bild: HWR Spanntechnik GmbH/Lokomotiv

Bevor eine industrielle Serienproduktion voll durchstartet, braucht es Testobjekte, Einzelstücke und Prototypen. Die zu bauen ist kein Alltagsgeschäft, sondern durchaus eine Kunst – und die Spezialität von CNC-Technik Heil in Remscheid. Luftfahrttechnik, Teile für Motoren und Triebwerke, Motorsport, allgemein Teile für komplexe Strukturen im Maschinenbau: Dies ist nur ein Auszug der Branchen und Aufgaben, für die Torsten Heil seine Expertise anbietet. Seit 2007 ist der Spezialist fürs Fräsen bereits selbstständig, die Firma CNC-Technik Heil gründete er 2018.

Hightech-Maschinen mit Nullpunkt-Spannsystemen

Er fasst kurz und präzise zusammen, was ihn von anderen Betrieben unterscheidet: „Fünfachs-Simultanfräsen – das ist mit Sicherheit ein Begriff für alle, die sich in der Branche auskennen.“

Hochgenaues gleichzeitiges Fräsen um fünf Achsen erlauben die Bearbeitungszentren von DMG Mori. Zum aktuellen Inventar gehören zwei dieser Hightech-Maschinen: eine DMU 65 H monoBlock und eine DMU 85 H monoBlock, übrigens die erste ihrer Art überhaupt im Praxiseinsatz. Ausgerüstet mit den vielfältigen Produkten der SolidLine von HWR schöpft CNC-Technik Heil das ganze Potenzial moderner Frästechnik aus.

Leidenschaftlicher Metaller Torsten Heil: Bei CNC-Technik Heil in Nordrhein-Westfalen entstehen Einzelstücke und Prototypen, oft als Basis für die anschließende Serienfertigung. Nullpunkt-Spanntechnik von HWR (hier SolidGrip kombiniert mit SolidBolt) bild
Leidenschaftlicher Metaller Torsten Heil: Bei CNC-Technik Heil in Nordrhein-Westfalen entstehen Einzelstücke und Prototypen, oft als Basis für die anschließende Serienfertigung. Nullpunkt-Spanntechnik von HWR (hier SolidGrip kombiniert mit SolidBolt) bildBild: HWR Spanntechnik GmbH/Lokomotiv

Der typische Arbeitstag beim Remscheider Unternehmen ist vor allem eines: untypisch. „Was wir hier machen, sind praktisch immer Sonderlösungen, nicht selten Einzelstücke. Auch die an sich ’normalen‘ Teile für den allgemeinen Maschinenbau fertigen wir in herausragender Qualität“, betont Heil. Die Bandbreite des Materials reicht von Baustahl und Aluminium bis hin zu Speziallegierungen wie Inconel 718.

Wahl ohne Kompromisse

Für seine Erstausstattung mit Nullpunkt-Spanntechnik hatte sich der 48-Jährige einige Gedanken gemacht – er wollte keine Kompromisse eingehen. Die Entscheidung für die Produkte von HWR Spanntechnik fiel bei einem Praxistest: „Ein Vertriebler, den ich schon viele Jahre kenne und mit dem ich mich oft austausche, machte mich auf HWR aufmerksam. Bis dahin kannte ich die Firma noch nicht“, erinnert sich Torsten Heil. „Nach einiger Recherche vorab hatte ich mich im Grunde schon für einen anderen Hersteller entschieden, bis ich dann die HWR-Produkte in Aktion gesehen habe, die SolidLine. Vor allem hat mich hier die Prägetechnik überzeugt, das kannte ich in dieser Form noch nicht.“

Fetigung weiter vereinfachen
Im Raum steht derzeit, ob das Unternehmen künftig auch mit Elementen aus der zweiten erfolgreichen Produktfamilie von HWR arbeiten wird, der InoLine. Hier wäre das ausgleichende Backenfutter InoFlex VF von Interesse, weil es zum Arbeitsspektrum von CNC-Technik Heil passt – HWRs ‚Allzweckwaffe‘ für Fräsmaschinen und -Bearbeitungszentren, wie es der für HWR im Außendienst tätige Alexander Michel ausdrückt: „Wir stehen mit Herrn Heil in engem Austausch, denn die weitere Reduzierung der Rüstzeiten ist für die Branche ein richtig großes Thema. Und mit den Modulen unserer InoFlex-Serie könnte die Fertigung mancher Produkte bestimmt noch weiter vereinfacht werden.“

Heil verwendet die Nullpunkttechnik der HWR-Produktfamilie SolidBolt. Bei diesem System fungiert die 5-Achs-Erhöhung als Nullpunktsystem auf beiden Seiten. Damit ist im Vergleich zu anderen Systemen ein deutlich wirtschaftlicherer Einsatz auf 5-Achs-Maschinen möglich. Des Weiteren kommen die 5-Achs-Spanner der Reihe SolidGrip zum Einsatz: Hier sorgt die Prägestation SolidStamp für den perfekten Halt der Werkstücke – unerlässlich für die Spezialaufgaben, mit denen es das Unternehmen zu tun hat. „Die Prägung der Werkstücke bildet das Gegenstück zu den profilierten Backen, und das zusammen ergibt den perfekten Formschluss“, erläutert Torsten Heil das Prinzip. „Deswegen braucht es auch keine so große Spannkraft: eine überaus elegante wie durchdachte Lösung.“ Spezialausführungen der Backen mit glatter und beschichteter Oberfläche kommen ebenfalls zur Anwendung. Geradezu fantastisch findet der Profi die weichen SolidClick-Backen: Damit lassen sich selbst unübliche Konturen kinderleicht spannen. Am Solid-Schraubstock als Mehrfachspanner schätzt er das leichte Gewicht von nur 5kg.

Umrüstzeit? Praktisch null

Vor allem der geringe Aufwand beim Wechsel der Werkstücke und die besonders kurzen Rüstzeiten überzeugen Torsten Heil immer wieder aufs Neue. Für das hohe Tempo sorgen die SolidPoint-Spannbolzen, mit denen sich auch Spannmittel anderer Hersteller verbinden lassen.

Kurze Rüstzeiten und vielfältige Kombinationsmöglichkeiten: Vorteile wie diese überzeugen Zerspanungsspezialisten von den HWR-Nullpunkt-Spannsystemen aus der SolidLine: im Bild Niklas Zöpfgen (CNC Technik Heil) mit Alexander Michel (rechts) von HWR Spanntechnik.
Kurze Rüstzeiten und vielfältige Kombinationsmöglichkeiten: Vorteile wie diese überzeugen Zerspanungsspezialisten von den HWR-Nullpunkt-Spannsystemen aus der SolidLine: im Bild Niklas Zöpfgen (CNC Technik Heil) mit Alexander Michel (rechts) von HWR Spanntechnik.Bild: HWR Spanntechnik GmbH/Lokomotiv

„Hochgerechnet aufs Jahr ist es enorm, was die Nullpunkt-Spanntechnik an Zeitersparnis bringt. Das Umrüsten geht unglaublich fix über die Bühne“, weiß der Firmenchef zu schätzen. „Alle Spannmittel sind im 96er-Raster, die Elemente lassen sich schnell wechseln und justieren und außerdem auch sehr flexibel miteinander kombinieren. Ich wünschte, ich wäre schon eher darauf gekommen.“

Seiten: 1 2