
Technologie, Information, Austausch, internationales Netzwerk und Kooperation – dafür steht die EMO seit 50 Jahren. Mehr als 1.600 Aussteller aus 45 Ländern und ein vielfältiges Rahmenprogramm präsentierten eine Fülle von Lösungen für Modernisierung und Ertüchtigung der Fertigung. „Smarte und beeindruckende technische Lösungen stehen in Hülle und Fülle zur Verfügung. Das hat diese EMO überzeugend gezeigt“, sagt Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO 2025. „Damit sie ihre Wirkung entfalten können, muss der Investitionsbooster endlich zünden. Viele Projekte sind nach drei Jahren Investitionszurückhaltung in der Pipeline, aber die Unsicherheit der politischen Rahmenbedingungen bremst Investitionen weiter aus.“
dima ‚vor Ort‘ auf der EMO 2025
Das dima-Team sammelte in Hannover zahlreiche Impulse und Innovationen – unter anderem nachzulesen in unsere Ausgabe 5-2025, die Anfang Oktober erscheint. Wer schneller sein will, nutzt unsere Verlags APP Industrial News Arena. Oder lässt sich das E-MAGAZIN kostenfrei per E-Mail zusenden. Unser Eindruck: Es gab Höhen und wenige Tiefen auf der EMO. Zahlreiche Aussteller waren durchaus positiv überrascht von dem hohen Besucher-Interesse. Und ja: Es wurden weitere Anlagen direkt auf der EMO verkauft – montags angeschaut, Dienstag gekauft… als Neukunde, der den Anbieter bis dato gar nicht kannte. Und wo? Beim Automatisierungsspezialisten Fastems – hier geht es zum VIDEO auf unserem dima Kanal. EMO Fazit: Der Wille zur positiven Veränderung war auf der Veranstaltung deutlich zu spüren. Nun macht eine Schwalbe bekanntlich noch keinen Sommer. Und ebensowenig kann eine Veranstaltung allein – selbst wenn es die Weltleitmesse für Produktionstechnologie ist – noch keinen wirtschaftlichen Umschwung herbeizaubern. Aber sie kann Zeichen setzen. Sie hilft, internationale Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Und sie dient vor allem auch aufgrund ihrer weltweiten Strahlkraft dazu, sich über unterschiedlichste Themen im direkten Kontakt auszutauschen. Gerade dieser Dialog mit verschiedenen globalen Sichtweisen und dem so wichtigen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus begünstigt den Weg hin zu erfolgreichen Prozessen.
Im Ausland, insbesondere außerhalb Europas, zieht die Zuversicht bereits an. Besucher von dort geben in der Befragung zu mehr als 60 Prozent an, dass sie investieren wollen. In Deutschland sind es weniger als die Hälfte. Das korrespondiert mit der aktuellen Entwicklung ausländischer Bestellungen in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie, die in den ersten sieben Monaten 2025 um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen sind. Die Nachfrage aus Deutschland ist im gleichen Zeitraum um 22 Prozent gefallen. Dennoch berichten EMO-Aussteller von Verkäufen. Norbert Teeuwen, Managing Director of Okuma Europe sagt: „Open Possibilities – genau das verbindet die EMO und Okuma. Unser Messeauftritt war ein voller Erfolg – drei Messemaschinen wurden direkt vom Stand an begeisterte Kunden verkauft. Für uns ist die EMO immer wieder ein Highlight.“
Automation + Digitalisierung
Das große Thema der Industrie ist die Automatisierung. Kosten und Fachkräftemangel sind die Treiber. 50 Prozent der befragten Besucher interessieren sich dafür, wie sie mit Automatisierung ihre Fertigung produktiver machen können. Dabei wächst die Bedeutung des Robotereinsatzes, wie rund 140 Roboterhersteller auf der EMO eindrucksvoll zeigen. Klaus Winkelmann, CEO von Fanuc Europe, sagt: „Wir sehen auch, dass Roboter in der Werkzeugmaschinenindustrie an Bedeutung gewinnen werden. Dabei werden Industrieroboter auch mit menschlichen Bedienern koexistieren. Sie werden in Zukunft die effizientesten Lösungen bieten.“
Video: TeDo Verlag GmbH
Mehr als ein Drittel der Fachbesucher wollen Neues zu Digitalisierung und KI erfahren. Das spiegelt auch der Zuspruch bei den P.O.P Talks wider, die täglich auf der erstmals zentralen angelegten Innovation Stage geführt wurden und zahlreiche Aspekte der KI in der Produktion beleuchtet haben.
Plattform für internationale Führungskräfte
In der Besucherbefragung gab mehr als die Hälfte der Personen an, zum Top-Management oder mittleren Management zu gehören. Sie verfügen zudem über die Entscheidungskompetenz für Beschaffungen. Insgesamt erreichten 93 Prozent der Besucher ihre Besuchsziele.

















