Beim Open House 2026 von IMA Schelling in Lübbecke informierten sich rund 300 Fachbesucher an drei Tagen über konkrete industrielle Anwendungen moderner Fertigungstechnik. Gezeigt wurden durchgängige Prozessketten entlang der gesamten Wertschöpfung – vom Zuschnitt über Kantenbearbeitung bis zu CNC-, Bohr- und Fräsprozessen inklusive Handlings-, Robotik-, Logistik- sowie Vision- und Prüfsystemen – im realen Betrieb und im Technikum.
Im Fokus standen Automatisierung, digitale Prozessintelligenz und skalierbare Produktion von Losgröße 1 bis zur Massenfertigung. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Hochleistungsplatten-Aufteilsäge HL1 für flexible, variantenreiche Fertigung sowie ein neuer „dickflexibler Oberdruck“ für Durchlauf-Kantenbearbeitungsmaschinen.
Ein zentrales Thema war Software als Produktionsfaktor: IMA Schelling entwickelt die Plattform AMI‑i weiter, modernisiert die ERP-Landschaft und stellte mit „Vision AI“ eine KI-Plattform vor, auf der Kunden eigene Modelle zur Bildauswertung und Qualitätskontrolle trainieren können. Auch der Service wurde ausgebaut – mit Modernisierungs- und Digitalisierungsangeboten, Trainingsworkshops, der Maschinen- und Supportplattform „Simba“, sowie Ansätzen wie Predictive Maintenance. Neben Technik und Service prägte der persönliche Austausch zu Projekten, Zukunftsstrategien und der angespannten Marktlage die Veranstaltung; das Unternehmen sieht sich trotz Herausforderungen „grob auf Kurs“.
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Der persönliche Austausch erwies sich als zentraler Erfolgsfaktor. Die Gespräche reichten von konkreten Projektanforderungen bis hin zu strategischen Fragen der zukünftigen Produktion. Auch die Wirtschaftssituation war Thema, insbesondere die geopolitischen Unsicherheiten und zurückhaltenden Investitionsentscheidungen. Der CEO zur Lage des Unternehmens: „Trotz eines herausfordernden Marktumfelds sind wir grob auf Kurs.“
Nähe als Zukunftsstrategie
Maximilian Lehner verwies im Rahmen der Veranstaltung immer wieder auf die Bedeutung von Standort, Mitarbeitern, Innovation und direkter Kundennähe. „Wir haben hier einige Neuentwicklungen am Start, sowohl im Servicebereich als auch bei den Neumaschinen. Wir müssen uns nicht verstecken. Unser Team vor Ort macht eine gute Arbeit.“
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