Laser und Wasser für präzise Bearbeitungen

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Bild: Pulsar Photonics GmbH

Mit der RDX1000 LWJ bringt Pulsar Photonics aus Aachen eine neue Anlagen-Generation für Präzisionsbearbeitung auf den Markt. Die Kombination aus klassischer Laserbearbeitung und Laser-Wasserstrahl-Technologie von Synova erlaubt hochpräzise Schnitte in Hartmetalle, Siliziumkarbid und Keramik – ohne thermische Schädigung oder mechanischen Verschleiß.

„Als Teil der Schunk Group verfolgen wir das Ziel, innovative Fertigungstechnologien für sprödharte Materialien weiterzuentwickeln“, erklärt Pulsar Photonics-Geschäftsführer Dr. Stephan Eifel. „Mit der RDX1000 LWJ ermöglichen wir nun eine Bearbeitung, die bisher nur mit aufwendigen mechanischen Verfahren oder komplexen Nachbearbeitungsschritten möglich war.“ Die Anlage basiert auf dem patentierten Laser MicroJet-Verfahren von Synova, das einen Laserstrahl über mehrere Millimeter in einem feinen Wasserstrahl führt. Damit bleibt die Strahlführung stabil, während das Material gleichzeitig gekühlt wird.

„Diese Kombination bringt uns Bearbeitungstiefen und Präzision, die mit herkömmlichen Laserverfahren nicht erreichbar wären“, betont Eifel. Hinzu kommt, dass typische Laserabtragsprozesse zum Schneiden oft nur ein Aspektverhältnis von 1:3 bis 1:5 erreichen. Das bedeutet: Eine 100µm breite Schnittfuge reicht nur bis zu 500µm tief in das Material. Für tiefere Schnitte sind breitere Schnittfugen zu wählen, was zu längeren Prozessdauern führt. Mit der RDX1000 LWJ werden dagegen Aspektverhältnisse bis zu 1:100 realisierbar. „Wir können beispielsweise eine nur 100µm breite Struktur in eine 10mm dicke Keramik bohren oder schneiden“, so Dr. Stephan Eifel. „Das öffnet völlig neue Möglichkeiten in der Fertigung.“