Success-Story: Automation von Stückzahl 1

Die Verantwortlichen bei Asedo sind sich einig - immer komplexere Bauteile verlangen nach modernen Spannkonzepten.
Die Verantwortlichen bei Asedo sind sich einig – immer komplexere Bauteile verlangen nach modernen Spannkonzepten. Bild: Röhm GmbH

Gut 20km südlich des Touristenmagneten Rothenburg ob der Tauber ist der Spezialist für Metallverarbeitung und Schaltschrankbau Asedo beheimatet. Vom Fräsen, Drehen, Lasern, Schweißen und Kanten bis hin zur Konstruktion und Elektromontage erstreckt sich das vielfältige Fertigungsangebot der Süddeutschen. „Wir sind seit 1986 am Markt – seitdem wachsen und entwickeln wir uns stetig weiter“, berichtet Geschäftsführer Andreas Schwab. „Heute beschäftigen wir über 170 Mitarbeitende, die an modernen sicheren Arbeitsplätzen mit einem gepflegten Maschinenpark arbeiten.“

„Die Zusammenarbeit zwischen Asedo und Röhm besteht schon eine lange Zeit, bestimmt knapp 30 Jahre“, schätzt Dirk Gaarz, Sales Engineer beim Spann- und Greifmittelspezialisten. „Exakt seit 1997“, konkretisiert Schwab mit enem leichten Schmunzeln. Beim neuen Projekt wurden für die neue Anlage mit inzwischen drei Hermle Bearbeitungszentren vom Typ C42 – inklusive Hermle Automationslösung RS2L – Kompaktspanner für die Paletten gesucht. 2021 lieferte der Anbieter aus Gosheim seine erste Maschine, gefolgt vom Automationssystem. Das zweite und dritte Bearbeitungszentrum platzierte Asedo anschließend ebenfalls direkt an der Roboterzelle.

In jeder Hinsicht anpassungsfähig

Die ersten Prototypen der Röhm-Spannbacken konstruierte und fertigte das Asedo-Team selbst – legte jedoch hohen Wert darauf, dass Röhm für diese Spannmittel die Produkthaftung übernahm. „Dass Röhm sich darauf einließ, war der ausschlaggebende Punkt für unsere positive Entscheidung in diesem Projekt“, erinnert sich Schwab. „Der Standard RKE basic war zu schwer und zu lang, daher schlug mein Vorgänger Gerhard Häutle den leichteren RKE LV mit gleicher Spannkraft, aber kurzer Bauart vor“, erläutert Gaarz. Da Häutle in Pension geht, übergibt er das Projekt, steht für Beratungen aber stets gerne zur Verfügung: „Asedo hatte für die Fertigung bereits Sonderbacken entworfen, die den Röhm-Spannern angepasst und als Komplett-Spannmittel angeboten wurden. Den Verantwortlichen bei Asedo war es in diesem Zusammenhang auch besonders wichtig, dass Röhm die Haftung für diese Sonderbacken übernimmt. Nach anfänglichen Versuchen fiel die Wahl auf die Spanner RKE125 LV mit geringem Gewicht (27kg), enormer Spannkraft und passender Backenbreite von 125mm. Diese tragen nun die speziell von Asedo konstruierten Backen.“

Das 'All-Star-Team' im Zentrum der hochproduktiven Bearbeitungsanlage
Das ‚All-Star-Team‘ im Zentrum der hochproduktiven BearbeitungsanlageBild: Röhm GmbH

„Wir waren für die Automation von Stückzahl 1 mit Palettenspeicher für die Einzelteilbearbeitung auf der Suche nach einem geeigneten Spannmittel“, ergänzt Schwab. „Röhm war dabei aufgrund der langjährigen ausgezeichnten Erfahrungen sicherlich als Favorit gelistet – und bekam letztlich auch den Zuschlag – wobei wir uns bezüglich Qualität und Serviceunterstützung durchaus nach Alternativen umgeschaut hatten. Die Umsetzung verlief über das gesamte Projekt hinweg hervorragend. Wir planen außerdem in näherer Zukunkft, die Magazinkapazität des Werkstückspeichers zu erweitern und aufzustocken.“

Mehr Standard gewünscht

Nachdem bei der Suche der erste Lieferant ausgeschieden war, konzentrierte sich Asedo auf die schon in der Fertigung befindenden Spannmittel von Röhm. Diese eigneten sich allerdings nur bedingt für die Fünfachsbearbeitung.

„Bei unserem Bestand in der Fertigung befanden sich selbst gefräste Backen im Einsatz. Aufgrund der Modifikationen war dies bereits eine optimale Lösung und für den Fünfachsbereich geeignet. Nichtsdestotrotz wollten wir noch mehr in Richtung ‚Standard‘ gehen. Nach der Beratung und gemeinsamen Abstimmung konnte Röhm uns anbieten, dass wir diese Backen als konstruierte und geprüfte sowie als Originalbestellteile von Röhm beziehen können. Das ist schon ein Top-Service, den wir hier geboten bekommen“, weiß Schwab zu schätzen.

Top Teamarbeit

Zunächst kamen die neuen Röhm-Produkte an der Einzelmaschine von Hermle zur Anwendung und wurden dann in die Robotik- bzw. Automatisierungslösung RS2L – ebenfalls von Hermle aus Gosheim – überführt. Anschließend wurden zwei weitere Hermle-Maschinen in den Prozess eingebunden, der sicher und hochproduktiv selbst komplexe Teile produziert. Inzwischen sind die Röhm-Artikel als Standard-Spannsysteme für die restliche Fertigung im Bereich Fräsen installiert, um ein einheitliches Spannkonzept zu erhalten. „Es sollen in Zukunft nur noch zwei verschiedene Spannmittel bei uns zur Anwendung kommen. Die automatisierte Anlage deckt in ihrer Endausbaustufe mittlerweile knapp 35 Prozent der gesamten Produktion in unserem Bereich des CNC-Fräsens ab“, konkretisiert Schwab.

Zuverlässig und hochpräzise: der RKE125 LV – aufgrund der ausgezeichneten Erfahrungen ist aktuell die Anschaffung weiterer 45 Röhm-Spannmittel geplant.
Zuverlässig und hochpräzise: der RKE125 LV – aufgrund der ausgezeichneten Erfahrungen ist aktuell die Anschaffung weiterer 45 Röhm-Spannmittel geplant. – Bild: Röhm GmbH

Zudem betont der Geschäftsführer anerkennend: „Die CAM-Programierer und EDV-Abteilung sowie das Fertigungsteam waren von Beginn an vollständig involviert. Das ist der eigentliche Schlüssel! Insofern dürfen wir alle gemeinsam stolz darauf sein, dieses anspruchsvolle Konzept derart wirkungsvoll umgesetzt zu haben – und Röhm mit seinem Team hat daran einen ganz wesentlichen Anteil.“

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