
Immer mehr Betriebe der Metallbearbeitung forcieren ihre digitale Transformation. Der Schritt ist unerlässlich zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und macht die eigene Produktion fit für die Zukunft. Ziel ist eine digitale Fertigung, die unter anderem die Maschinenauslastung optimiert. Im Mittelpunkt steht dabei die genaue Fertigungsplanung mit rechtzeitiger Bereitstellung von Rohstoffen und Vorprodukten. Ein funktionierender Materialfluss spielt deshalb eine große Rolle. Zugleich legen Unternehmen großen Wert darauf, ihre Lagerbestände zu minimieren und diese insgesamt kosteneffizient zu betreiben.
Durch eine umfassende Auswertung der ohnehin vorhandenen Daten aus Produktion, Lager, Einkauf und weiteren Bereichen können Unternehmen diesen und anderen Herausforderungen der Fertigungsplanung begegnen. Sie versetzt Fertigungsbetriebe in die Lage, ihre Prozesse vorausschauend und flexibel zu steuern, beispielsweise mit präskriptiven Analysen, was zu einer besseren Maschinenauslastung führt.
Metallbearbeitung auf die Zukunft vorbereiten
Durch präskriptive Analysen erhalten Mitarbeiter konkrete Handlungsempfehlungen für die Steuerung von Prozessen – mit aller Transparenz über die Faktoren und Auswirkungen jeder einzelnen Alternative. Dazu gehören z.B. Informationen zum Zeitbedarf und zu den Kosten einer Maßnahme. Entweder meldet sich eine Lösung für präskriptive Analysen automatisch als Frühwarnsystem oder Mitarbeiter rufen die Handlungsempfehlungen aktiv ab. Die beste Vorgehensweise wägen sie dann anhand der Vorschläge selbst ab und stoßen anschließend die folgenden Prozesse an. Je nach Reife der Lösung und seines KI-Modells können Unternehmen die Steuerung einiger Prozesse auch komplett automatisieren.
*Prozesse der Metallbearbeitung vorausschauend und flexibel steuern*
Präskriptive Analysen helfen unter anderem bei der optimalen Sequenzierung von Aufträgen. Damit entsteht ein genauer Plan für die Produktion. Mitarbeiter wissen sofort, wie sie Aufträge und ihre einzelnen Schritte für eine hohe Auslastung der Werkzeugmaschinen anordnen müssen. Zudem bleibt ihnen ausreichend Zeit, um rechtzeitig Rohstoffe und Vorprodukte an den Maschinen bereitzustellen und qualifiziertes Personal sinnvoll in Schichten einzuteilen. Auch die Reaktionsfähigkeit auf neue Entwicklungen verbessert sich. Wenn Mitarbeiter etwa den Fertigungsplan aufgrund von Lieferschwierigkeiten ändern müssen, greifen sie erneut auf präskriptive Analysen zurück.
KI-gestützt Daten nutzen
Eine Lösung für präskriptive Analysen dient auch dazu, Störungen in Lieferketten vorausschauend zu erfassen und proaktiv anzugehen. Durch ihre Handlungsempfehlungen und die automatischen Warnungen vor Engpässen gelingt es frühzeitig, Transporte umzulenken, Waren aus Lagern weiterer Standorte anzufordern, Aufträge dorthin umzuschichten oder alternative Bezugsquellen zu finden.

Präskriptive Analysen unterstützten Unternehmen darüber hinaus auch schon vorher bei der Beschaffung von Ressourcen: Das Personal kann damit den konkreten Bedarf präzise ermitteln, den besten Zeitpunkt für ihre Lieferung bestimmen und diese auf Wunsch automatisch veranlassen. Alles just in time zu besorgen, verringert den Bedarf an Lagerplatz und spart somit Kosten. Des Weiteren sehen Mitarbeiter immer eine Auswahl von Optionen für die Beschaffung von Ressourcen. Sie können daher Kosten und andere Faktoren vergleichen und schnell die bestmögliche Entscheidung treffen.

















