
Um im intensiven Wettbewerb der Metallbearbeitung zu bestehen, definierte Steinmetzer aus Steinheim am Albuch eine Strategie: hoher Spezialisierungsgrad auf anspruchsvolle Aluminiumbauteile in kleinen bis mittleren Serien sowie Vorsprung beim technischen Knowhow. Kurze Lieferzeiten gehören ebenso zur DNA des 1994 gegründeten Betriebs (www.cnc-steinmetzer.de). Zudem legt Gründer Andreas Steinmetzer großen Wert auf eine ganzheitliche und langfristig orientierte Unternehmensentwicklung: „Dazu gehören Maschinen, die immer auf dem neuesten Stand sind. Ebenso wichtig sind uns die Ressourceneffizienz sowie hohe Standards beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Qualität und Zuverlässigkeit beweisen wird mit pünktlicher Lieferung und einer Reklamationsquote, die gegen null Prozent tendiert. Und ein ganz zentraler Erfolgsfaktor zur Erreichung unserer Leistungsversprechen ist ganz eindeutig die Digitalisierung.“

Tausch des ERP-Systems
Bei der Digitalisierung entwickelt sich das Unternehmen stetig weiter – auf Basis eines vor zehn Jahren gegangenen Schrittes: „Unser ERP-System war aus unserer Sicht nicht zukunftsfähig. Also haben wir uns nach einem neuen System umgeschaut, uns für die EVO-Plattform mit EVOcompetition entschieden und die Daten dorthin migriert“, erinnert sich Steinmetzer. „Wir haben uns davon u.a. strukturierte Prozesse, eine bessere Planung der Produktion und die tiefgreifende Datenanalyse zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen in kaufmännischen und produktionstechnischen Prozessen versprochen. Genau das haben wir erreicht.“
Schritt für Schritt ausgebaut
Erfolgreich ist die Arbeit mit der EVO-Plattform auch deshalb, weil Steinmetzer nicht nur die umfassenden Funktionen von EVOcompetition nutzt, sondern die Daten für viele andere EVO-Systembausteine und damit für ein umfangreiches Aufgabenspektrum verwendet. Aus Sicht von Jürgen Widmann, Gründer und Geschäftsführer von EVO, ist das eine beispielhafte Strategie, die ausgezeichnet zum modularen Konzept der Software-Plattform passt: „Damals, vor zehn Jahren, habe ich hier noch persönlich die ERP-Einführung begleitet. Steinmetzer hat die strategisch bedeutende Rolle der Digitalisierung verstanden und treibt diese evolutionär, Schritt für Schritt, und sehr systematisch voran. Das ist aus unserer Sicht das perfekte Konzept. Die immer größere Durchgängigkeit und Nutzbarkeit von einmal erfassten oder gesammelten Daten multipliziert den Mehrwert mit jedem weiteren Digitalisierungsbaustein.“
Evolutionäre Software-Plattform
Die EVO-Plattform wächst kontinuierlich. Neu ist z.B. eine Lösung für das herstellerübergreifende Werkzeugmanagement – Stichworte sind smarte Werkzeugschränke und der Werkzeugdatenraum in der EVO-Cloud. Eine weitere Neuheit ist die Erweiterung des ERP-Systems EVOcompetition um die ‚revolutionäre‘ Funktion ‚Makeable-to-promise‘: Sie checkt bei einer Anfrage oder einem Auftrag aktuell Materialpreise sowie Herstellkosten und prognostiziert auf Basis aktuell verfügbarer Produktionskapazitäten einen Liefertermin. Für die Fabrikautomation entwickelte EVO kürzlich eine Lösung zur Steuerung von Transportaufgaben für Mobilroboter (AGV/AMR) in der zerspanenden Fertigung.
Zu den inzwischen bei Steinmetzer implementierten Modulen gehören das Daten- und Dokumentenmanagement sowie die DNC-Maschinenkommunikation (EVOjetstream), die Fertigungsfeinplanung und automatisierte Nachkalkulation (EVOcompetition-Erweiterungen) sowie das Personalmanagement und die Zeiterfassung mit Zuordnung der Mitarbeiterqualifikationen (EVOworkforce).
Informationszentrale
Die durchgängige EVO-Plattform bietet entscheidende Vorteile, dazu gehört das Eliminieren sämtlicher Schnittstellen zu Datensilos von Subsystemen: Nach einmaliger Dateneingabe oder automatisierter Datensammlung sind die stets aktuellen Informationen überall im Unternehmen verfügbar und lassen sich für eine vollständige Übersicht vielfältig nutzen. „Wer mit EVO arbeitet, muss keine Dokumente, Daten und Werkzeuge mehr suchen. Er arbeitet vollständig papierlos und kann alle Ressourcen – Maschinen, Werkzeuge, Rohmaterial – sowie auch das Personal optimal einsetzen“, so Widmann.

Nach zehn Jahren fällt das Fazit durchweg positiv aus. Ermir Steinmetzer, Schwiegersohn des Firmengründers und dessen Stellvertreter als Geschäftsführer: „Mit der EVO-Plattform sehen wir uns ganz weit vorn, was die Digitalisierung angeht – die natürlich kein Selbstzweck ist, sondern die Grundlage für viele Prozessverbesserungen, die uns die Arbeit erleichtern, die Transparenz erhöhen, unsere Ressourcen besser auslasten und die Durchlaufzeiten verkürzen. Das spüren auch unsere Kunden. Außerdem, nicht ganz unwichtig, ist die durchgängige Digitalisierung mit EVO auf der Kostenseite erschwinglich und rentiert sich schnell.“

















