SAP-Standard um exakte Arbeitsplanung erweitert

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Krones ist weit über seine deutschen Standorte hinaus mit Fertigungsstätten in China, den USA, Brasilien und Ungarn tätig und beliefert Kunden weltweit. – Bild: Krones AG

In über 70 Jahren entwickelte sich der Krones-Konzern mit Hauptsitz in Neutraubling zu einem der führenden Anbieter von Anlagen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken mit über 20.000 Mitarbeitenden weltweit. Von zentraler Bedeutung ist im Unternehmen eine transparente Arbeitsplanung mit exakten Planzeiten. Weltweit benötigt Krones für seine Maschinenparks eine Vielzahl an Arbeitsplänen für über 1.000 Arbeitsplätze. Für eine belastbare Planung und den reibungslosen Wissenstransfer ist es dem Unternehmen enorm wichtig, die Nachvollziehbarkeit der errechneten Planzeiten sicherzustellen. Bei Altersnachfolge oder Urlaubsvertretungen muss eine einheitliche Datenbasis vorhanden sein, um die reibungslose Bearbeitung der Arbeitspläne durch verschiedene Planer sicherzustellen und das Knowhow langjähriger Mitarbeiter weitergeben zu können.

Gesucht: Addon für Planzeiten und Wissenstransfer

Benötigt wurde also eine Lösung, die eine einheitliche Datenbasis für alle Planer des Unternehmens zugrunde legt und die Zusammenarbeit erleichtert. So machten sich die Verantwortlichen auf die Suche nach einem intuitiven Addon zur Berechnung nachvollziehbarer Planzeiten. Es sollte einfache Werkzeuge bieten, um eigene Planungslogiken abzubilden und in SAP nutzbar zu machen.

Seit über zehn Jahren setzt Krones in der Arbeitsplanung inzwischen auf HSplan/ IS SAP des Erfurter Anbieters HSi. Das Tool ergänzt den SAP-Vorgang um die Ebene der Arbeitsstufen, welche dem Arbeitsplaner eine Zeitberechnung direkt am Vorgang ermöglicht. Dazu bietet die HSi-Lösung die für diesen Arbeitsplatz zugelassenen Berechnungsabläufe an. In einer separaten Eingabemaske werden dann die Parameter zur Planzeitberechnung eingetragen. Im Hintergrund erfolgt die Abarbeitung der Regellogik auf dem HSi-Server. In den Arbeitsstufen werden die berechneten Haupt-, Neben- und Rüstzeiten sowie die generierten Texte gespeichert.

Nach Verlassen des Stufeneditors gelangen die Planer zurück in die Vorgangsübersicht. Die berechneten Planzeiten werden automatisiert in die SAP-Zeitfelder für Rüst- und Bearbeitungszeit in allen relevanten Arbeitsplänen übernommen. Eine manuelle Eingabe entfällt. Hinzu kommt die Mehrsprachigkeit der HSi-Lösungen, die zu einem globalen Einsatz bei Krones befähigt.

Automatisierte Arbeitsplanerstellung

„Wir fahren in der Arbeitsplanung eine globale Strategie und erfassen die Nutzung und Akzeptanz des Tools“, erläutert Matthias Herzog, zuständig für computergestützte Arbeitsplanung bei Krones. Dabei habe sich gezeigt, dass heute monatlich etwa 50.000 neue Vorgänge mit HSi bewertet und über 70 Prozent der Arbeitspläne automatisch erstellt werden. Dabei fertigt das Unternehmen überwiegend Variantenteile, was einen automatisierten Ansatz möglich macht. Dabei muss der Arbeitsplaner nicht mehr in die einzelnen SAP-Vorgänge gehen: Wiederholberechnungen werden direkt in der SAP-Umgebung angestoßen und im Hintergrund dann die aktualisierten Planzeiten ermittelt. Bei der automatischen Arbeitsplanerstellung wird ein HSi-Vorlageplan selektiert, bei dem gleiche Merkmale über eine zuvor definierte Logik zu einem ähnlichen Plan für Gleichteile führen.

HSplan/IS SAP von HSi aus Erfurth enthält hinterlegte Daten für gängige Verfahren, beispielsweise Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, Sägen, Schneiden oder Schweißen, wie sie bei Krones zur 
Anwendung kommen.
HSplan/IS SAP von HSi aus Erfurth enthält hinterlegte Daten für gängige Verfahren, beispielsweise Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, Sägen, Schneiden oder Schweißen, wie sie bei Krones zur Anwendung kommen. – Bild: HSi GmbH

„Nehmen wir beispielsweise ein ebenes viereckiges Blech in einer bestimmten Klasse. In dieser ist ein Beziehungswissen hinterlegt, das aussagt: Zum Einsatz kommt Vorlageplan A, wenn das Teil über spezifische, vorab definierte Merkmale verfügt“, beschreibt HSi-Projektmanager Christian Müller den Prozess. Dabei komme auch die HSi-Technologiebasis zur Anwendung. Diese werde standardmäßig mit HSplan/IS SAP ausgeliefert und enthalte hinterlegte Daten für gängige Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, Sägen, Schneiden oder Schweißen, wie sie bei Krones zum Einsatz kommen.

Intuitiv erweiterbar

Den entscheidenden Mehrwert des Addons liegt in der intuitiven Erweiterbarkeit: Ohne Programmierkenntnisse ist es im Rahmen des Customizings möglich, am HSi-Regelwerk und an der hinterlegten Technologiedatenbasis anzuknüpfen. Dabei stellte HSi dem Konzern für vordefinierte Produkte eine Funktion zur Verfügung, mit der Krones heute für jede SAP-Stücklistenposition Zeiten berechnen kann, die Stücklistenmerkmale sowie Klassifizierungsmerkmale ausliest und berücksichtigt. Die Adaptierbarkeit der HSi-Lösungen mache sich die Verantwortlichen auch bei der Migration auf SAP S/4Hana zunutze, bei der man zunächst mit einer kompletten Neuinstallation am Fertigungsstandort in Ungarn erste Schritte ging. Dabei war HSplan/IS SAP eines der ersten Addons, das von der IT zugelassen wurde, da der Standard keine vergleichbare Lösung bietet. „Die Art und Weise, wie HSi in SAP integriert ist, kommt vielen unserer Anwender im Transformationsprozess auf SAP S/4Hana entgegen: Unser Tool verbiegt nicht den Standard, sondern erweitert ihn um die Arbeitsstufen“, betont Christian Müller.

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