Jubiläum: 75 Jahre Oberflächenlösungen

Oerlikon Balzers, Anbieterin von Oberflächenlösungen für die Metall- und Kunststoffverarbeitung, feierte 2021 ihr 75-jähriges Firmenjubiläum.
Beschichtungen von Oerlikon Balzers steigern die Leistung und Lebensdauer von Werkzeugen und Komponenten.
Beschichtungen von Oerlikon Balzers steigern die Leistung und Lebensdauer von Werkzeugen und Komponenten.Bild: Oerlikon Surface Solutions AG

Die Idee, Oberflächen von Werkzeugen und Komponenten nachhaltig durch Aufbringen von Beschichtungen vor Verschleiß zu schützen, ihre Lebenszeit zu verlängern und sogar ihre Leistungen zu erhöhen, feiert ihren 75. Geburtstag: 1946 wurde ein neues Unternehmen ins fürstlich-liechtensteinische Handelsregister eingetragen: die ‚Gerätebau-Anstalt‘ in Balzers.

Prozess und Anlage vereint

Die Gründer Prof. Max Auwärter, Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein und der Unternehmer Emil G. Bührle hatten einen bahnbrechenden Plan: Sie wollten für dünne Oberflächenschichten Fertigungsprozesse entwickeln und die für eine industrielle Durchführung notwendigen Apparaturen selbst bauen. Dadurch wurden zum ersten Mal Prozess und Anlage zu einer Einheit – und diese auch zusammen angeboten und verkauft: ein Geschäftsmodell, das sich auch nach 75 Jahren als besonders erfolgreich erweist. Heute heißt die ehemalige Gerätebau-Anstalt Oerlikon Balzers und ist Teil der Surface Solutions Division der Oerlikon Gruppe. Oerlikon Balzers ist mit über 110 Kundenzentren in 36 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens vertreten und hat mehr als 1300 Beschichtungsanlagen im Einsatz.

Unternehmergeist und Wissenschaft

„Seit Beginn ist unsere Firmenphilosophie, Lösungen für Fragen zu finden, auf die die Industrie oft noch keine Antwort hat und den Mut zu haben, Ideen in die Tat umzusetzen“, erklärt Dr. Wolfgang J. Schmitz, Head of Business Unit Balzers Industrial Solutions. „Wir haben als Pioniere der Hochvakuumverdampfungstechnologie in Liechtenstein begonnen und sind stolz auf unsere Leistungen, die uns zu einem der weltweit führenden Anbieter von Oberflächentechnologien gemacht haben. Zu unserer Tradition gehört es auch, niemals stillzustehen, und unsere Zukunft – vor allem mit unseren Kunden – immer wieder neu zu denken. Unsere Vision ist es, unsere Kunden mit nachhaltigen Beschichtungsverfahren dabei zu unterstützen, Ressourcen einzusparen und Umweltziele zu erreichen.“

1974 wurde mit der Entwicklung von PVD-Schichten begonnen. Der Durchbruch gelang im Jahr 1978 mit der Beschichtungsmarke Balinit, die neben richtungsweisenden weiteren Entwicklungen ein wichtiges Standbein ist. Allein die Balinit-Familie umfasst heute etwa 30 Beschichtungslösungen neben sieben weiteren Familien, die in unterschiedlichen Anwendungen zahlreicher Märkte Anwendung finden.

„Im Grunde geht es darum, den Verschleiß zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern, egal ob es sich um Komponenten für Fahrzeuge oder Flugzeugturbinen, um Präzisionsinstrumente oder Werkzeuge für die plastik- oder metallverarbeitende Industrie handelt“, so Dr. Schmitz. „Höhere Effizienz und weniger Verschleiß bedeuten schlussendlich geringeren Schadstoffausstoß und Schonung unserer Ressourcen.“

www.oerlikon.com/balzers/de

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Ingersoll Werkzeuge GmbH
Bild: Ingersoll Werkzeuge GmbH
Modulares Wechselkopfsystem

Modulares Wechselkopfsystem

Ingersoll präsentiert die neue FlexTurn-Familie modularer Köpfe und Halter für Swiss-Type Maschinen. Mit dieser modularen Serie lassen sich Rüstzeiten verkürzen und Kosten sparen. Generell kostet es Zeit, die Halter aus dem Werkzeughalter der Swiss-Type Drehmaschinen auszubauen, um die Wendeschneidplatten zu wechseln. Mit der modularen FlexTurn-Serie können Wendeschneidplatten außerhalb der Maschine ausgetauscht werden, indem nur der modulare Kopf ausgebaut wird und der Schaft im Werkzeughalter bleibt.

Bild: Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH - Nico Sauermann
Bild: Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH - Nico Sauermann
Fachbericht: Königsdisziplin Stechdrehen

Fachbericht: Königsdisziplin Stechdrehen

Als Paul Horn im Jahr 1972 die Wendeschneidplatte des Typs 312 der Öffentlichkeit vorstellte, war das im Prozess des Stechdrehens eine kleine Revolution. Als erster Hersteller überhaupt präsentierten die Tübinger ein dreischneidiges Werkzeugsystem mit stehender Hartmetall-Wendeschneidplatte für das Stechdrehen. Heute ist der Prozess Stechdrehen mit Wendeschneidplatten in der modernen Fertigung nicht mehr wegzudenken.

Bild: Lehmann-UMT GmbH
Bild: Lehmann-UMT GmbH
Feinstfiltersystem auf der GrindTec und Intec

Feinstfiltersystem auf der GrindTec und Intec

Mit dem StingR Feinstfiltersystem schafft das vogtländische Unternehmen Lehmann-UMT eine universelle Lösung zur energieeffizienten und passgenauen Aufbereitung von Fluiden beim Werkzeugschleifen für verlängerte Standzeiten und hohe Werkzeugqualität. Erstmals im vergangenen Jahr vor großem Publikum auf der GrindTec präsentiert, wurde das Feinstfiltersystem mit automatischer pneumatischer Rückspülung erfolgreich am Markt platziert.

Bild: MPDV Mikrolab GmbH
Bild: MPDV Mikrolab GmbH
Optimistischer Start ins Jahr 2023

Optimistischer Start ins Jahr 2023

Viele Produktionsunternehmen erkannten im zurückliegenden Jahr, dass Investitionen in den Bereichen Digitalisierung und smarte Fabrik eine positive Auswirkung auf die gestiegene Komplexität und die vielfältigen Herausforderungen am Markt nehmen können. So konnte die MPDV Gruppe mit Sitz in Mosbach zahlreiche Projekte mit Bestandskunden realisieren und Neukunden von ihren markterprobten Lösungen überzeugen.

Bild: Schott Systeme GmbH
Bild: Schott Systeme GmbH
Vollautomatisierte Bearbeitung auf der Intec 2023

Vollautomatisierte Bearbeitung auf der Intec 2023

Auf der Intec 2023 in Leipzig vom 7. bis zum 10. März demonstriert der deutsche Softwarehersteller Schott Systeme die signifikanten Leistungserweiterungen der Version 3.10 seiner Pictures by PC-CAD/CAM-Software. Diese Version baut auf fast 40 Jahre Softwareentwicklung des Anbieters auf, der mit seiner universellen CAD/CAM-Software Pictures by PC (Preis unter 10.000€) eine kostengünstige Lösung für alle Aspekte der Konstruktion und Fertigung bereitstellt – von der Lohnfertigung, dem Sondermaschinenbau bis hin zum Werkzeug- und Formenbau.

Bild: Mahr GmbH
Bild: Mahr GmbH
Messdaten bequem sichern

Messdaten bequem sichern

Bedienung per Touch, ein ergonomisches Handling und vielfältige Auswertemöglichkeiten: Dafür steht das Höhenmessgerät Digimar 817 CLT, das in den drei Messbereichen 350, 600 und 1.000mm zur Verfügung steht. Ein schwenkbares Touchdisplay sorgt dafür, dass sich das Messgerät von Mahr aus Göttingen so komfortabel bedienen lässt wie ein Tablet: Große Schaltflächen, übersichtlich gegliederte Menüs und selbsterklärende Icons gestatten schnelle flüssige Abläufe und beschleunigen somit den Messablauf.

Bild: Airbus
Bild: Airbus
Success-Story: Rauch und Feinstaub weg

Success-Story: Rauch und Feinstaub weg

Die Bearbeitung von Grauguss auf spanenden Werkzeugmaschinen stellt besondere Anforderungen an die Luftreinhaltung. Der hohe Kohlenstoffgehalt des Materials lässt große Mengen an Feinstaub und Rauch entstehen – vor allem bei Großmaschinen und beim Schruppen mit großer Zustellung. Spezielle Abscheider beispielsweise von Rentschler Reven schützen Mensch und Maschine.

Bild: Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Bild: Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Neuer Leiter Industrial Europa

Neuer Leiter Industrial Europa

Christian Zeidlhack (45) hat die Leitung für das Industriegeschäft in Europa sowie die Gesamtleitung der Subregion Zentral- und Osteuropa beim global tätigen Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler übernommen. In dieser Position verantwortet er das Direktkunden- und Vertriebspartnergeschäft der Sparte Industrial in der gesamten Region Europa sowie das gesamte Geschäft des Unternehmens in der Subregion.