
Im Juni 1997 wurde die erste Kapp-Coronier-Maschine VAC 65 nach Baunatal geliefert. Dies markierte den Beginn einer engen Partnerschaft. Innerhalb weniger Jahre folgten 15 weitere Maschinen dieses Typs.
Mit den ab 2008 gelieferten Verzahnungszentren der KX-Baureihe setzte sich die Zusammenarbeit weiter fort. Diese Maschinen zum Wälz- und Profilschleifen fanden vielfältige Anwendung bei Volkswagen: vom Schleifen der Zahnräder in Getrieben für Verbrennungsmotoren bis hin zur Verzahnungsentwicklung im Kompetenzzentrum.
E-Mobilität bedingt engere Toleranzen
Mit dem Entfall des Verbrennungsmotors steigen die Anforderungen an die Geräuschentwicklung des Getriebes und der einzelnen Zahnräder. Für die Herstellung der Verzahnungen bedeutet das engere Fertigungstoleranzen als bei konventionellen Fahrzeugantrieben.
Mit einer umfangreichen Versuchsphase unterstützte Kapp Niles im Jahr 2012 die Vorserienfertigung der Antriebe für die VW-Elektrofahrzeuge der ersten Generation ‚E-Up‘ und ‚E-Golf‘. Ein Jahr später gingen dann in Baunatal die ersten beiden Verzahnungszentren KX 260 TWIN für diese Produkte in Betrieb. Weitere Maschinen gleichen Typs wurden in der Folge für andere E-Getriebe-Varianten beschafft.
Bei der Weiterentwicklung der E-Antriebe steht heute die Effizienz und damit die Reichweite der Fahrzeuge im Fokus. Einen markanten Beitrag dazu können auch Getriebe und Zahnräder leisten. Durch den Einsatz kombinierter Schleifverfahren mit prozessintegriertem Fein- oder Polierschleifen lassen sich heute auf Kapp Niles-Maschinen Verzahnungen mit besonders hoher Oberflächenqualität und damit besserer Effizienz im Getriebe herstellen.
Innovative Technologien für moderne Antriebe
Diese innovativen Bearbeitungstechnologien sind ein zentraler Baustein für die Produktion moderner E-Antriebe – bei Volkswagen insbesondere für die neue MEB-Plattform mit den Getriebetypen APP 350 und APP 550. Allein für diese Projekte hat Kapp Niles in den letzten Jahren über 30 Maschinen an Volkswagen Kassel geliefert.

















