Sie ist für die Entgratung und die gleichmäßige Verrundung der Werkstückkanten an den Außen- und Innenkonturen ausgelegt. Auch die Stahlbürstmaschine arbeitet im Trockenverfahren. Die zu bearbeitenden Bleche laufen automatisch durch die Maschine. Dabei bürsten vier Bürstriemeneinheiten die Oxidschichten auf allen Innen- und Außenkanten ab. In nur einem Arbeitsgang entstehen so auf beiden Seiten beschichtungsgerechte Kanten und Oberflächen. Mit einer automatischen Dickenmessung ist zudem die Prozesssicherheit gewährleistet.

Deutliche Einsparungen

Farmingtons Automotive ist mit den Ergebnissen hochzufrieden. Mit der neuen Anlagentechnik werden heute Teile von 1 bis 15mm bearbeitet und Materialien von Baustahl bis Panzerstahl. „Fast 80 Prozent der Bauteile können nun mit der neuen Anlagentechnik bearbeitet werden. Damit sind bezogen auf das bearbeitete Teilespektrum im Vergleich zu bisher nur noch neun Schleifstunden pro Woche nötig anstatt bisher dreizig Stunden“, weiß Peter Schulte, Produktionsleiter Fahrzeugbau, zu schätzen.

Infolgedessen sanken die Personalkosten im Prozess deutlich. Da die Maschine auch den Zunder entfernt, werden zudem die Kosten für die Säuberung gespart. Darüber hinaus stieg die Mitarbeiterzufriedenheit. Wegen der neuen Anlage ist es nun nicht mehr erforderlich, in der Schleifkabine und mit Gehörschutz sowie Maske zu arbeiten. Die Mitarbeiter werden durch die Staubfilter der Anlage besser geschützt. Flexibler ist das Unternehmen auch mit Blick auf die Fertigung neuer Komponenten geworden. So lassen sich sowohl große als auch kleine Bauteile genauso bearbeiten wie unterschiedliche Dicken und Materialien. Damit ist der Betrieb für zukünftige Trends und Anforderungen ausgezeichnet aufgestellt.

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Autorin: Annedore Bose-Munde, Fachjournalistin für Technik und Wirtschaft in Erfurt

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