
So mancher Maschinenbauer aus Deutschland fertigt auch in anderen Ländern. An den Standorten der Hersteller entstehen dann Netzwerke aus Zulieferern, Lohnbeschichtern und Dienstleistern. Das Erscheinungsbild der Maschinen muss jedoch gleich sein, egal wo sie produziert werden.
Global agierender Maschinenbauer
Wie komplex diese Anforderung ist, zeigt das Beispiel eines süddeutschen Maschinenbauers. Für ihn sind weltweit etwa 300 Firmen auch mit der Lackierung von Bauteilen beschäftigt. An sie alle liefert der Anbieter FreiLacke – Emil Frei aus dem baden-württembergischen Bräunlingen circa 300 Tonnen Pulverlack und 150 Tonnen Flüssiglack pro Jahr.
Alles im Lack!
In aller Regel sind die Lacke innerhalb Deutschlands am Tag nach der Bestellung beim Kunden. „Das ist bei uns Lagerware, und auch die Händler im Ausland haben die Lacke auf Vorrat“, erklärt Frank Berger, bei FreiLacke zuständig für die internationale Geschäftsentwicklung. Etwas komplizierter wird es bei Sonderfarben, doch auch das lässt sich nach seinen Worten „schon mal in zwei Wochen durchboxen“.
Schwarzwälder Präzision
Seit 1926 steht FreiLacke für innovative Farben und Lacke. Das Familienunternehmen wird bereits in dritter Generation geführt und entwickelt mit 600 Mitarbeitern am Standort Döggingen/Schwarzwald maßgeschneiderte Lösungen für Kunden aus den Bereichen Räder, Fahrzeugbau, Maschinen- und Apparatebau, Lohnbeschichtung, Schienenfahrzeuge, Windkraft, Funktionsmöbel, Lagertechnik sowie Bau und Sanitär.
Das Systemlack-Angebot bedeutet bei FreiLacke, dass die Fachleute für Pulver- und für Nasslack jetzt zusammenarbeiten müssen. „Wenn ein Kunde einen besonderen Systemlack will, entwickeln wir zuerst den Pulverlack. Die Nasslack-Experten müssen sich nach dem Pulverlack richten, nicht nach der RAL-Karte“, berichtet Berger von den Erfahrungen. Auf diese Weise lassen sich dann exakt übereinstimmende Farbtöne erzielen.
Zwei Welten zusammenführen
Einer der großen Zulieferer für den Maschinenbauer ist Apra-norm aus Mehren. Das Unternehmen liefert Schrankgestelle, Seitenteile, Hauben, Frontplatten oder komplette Schranksysteme. Weil die Teile bereits komplett lackiert in die Maschinenfabrik kommen, liefert FreiLacke direkt nach Mehren.

„Wir verwenden sowohl Flüssig- als auch Pulverlacke“, erläutert Harry Dahlem, Abteilungsleiter für Oberflächentechnik und Digitaldruck beim Zulieferer. Grundsätzlich lackiert Apra-norm mit Pulver. „Flüssiglack verwenden wir bei der Nacharbeit. Die zwei Systemlacke sind dabei so gut aufeinander abgestimmt, dass man den Unterschied kaum sieht“, weiß Dahlem zu schätzen. Ein weiterer Fall für die Flüssiglacke sind Bauteile, die für Pulverlacke ungeeignet sind.

















