Fachartikel: Automatisierte Qualitätssicherung

Modularer Aufbau einer komplexeren Haltevorrichtung, die werkzeuglos auf die SWA40-Schnittstelle adaptiert wurde.
Modularer Aufbau einer komplexeren Haltevorrichtung, die werkzeuglos auf die SWA40-Schnittstelle adaptiert wurde. Bild: DK Fixiersysteme GmbH & Co. KG

Roboter-automatisierbare Prüfprozesse befähigen unter anderem zum ‚mannlosen Betrieb‘, das bedeutet:

  • Facharbeiter lassen sich für anspruchsvollere Aufgaben einsetzen,
  • störungsfreie und sichere Prozesse,
  • höhere Maschinennutzungsdauer bis hin zum 3-Schicht-Betrieb bzw. Einsatz außerhalb der nominellen Arbeitszeit,
  • gesteigerter Durchsatz
  • und damit mehrere Faktoren, um die Gesamtkosten zu senken.
Neunfach-Vorrichtung aus dem DK-Standardbaukasten auf dem SWA40-Schnellwechselsystem. Zahlreiche weitere Vorrichtungen (einfach, dreifach etc.) stehen zur Verfügung.
Neunfach-Vorrichtung aus dem DK-Standardbaukasten auf dem SWA40-Schnellwechselsystem. Zahlreiche weitere Vorrichtungen (einfach, dreifach etc.) stehen zur Verfügung.Bild: DK Fixiersysteme GmbH & Co. KG / Nölke Doris

Diese generellen Optimierungen und deren kostengünstiges Realisieren hinsichtlich Investition und Folgekosten erklären sich besser beim Blick auf die spezifischen Vorgaben im Lasten- und Pflichtenheft. Deren wesentlichen Punkte sehen wie nachfolgend beschrieben aus und wurden mit der universellen Schnittstelle SWA40 erreicht.

Besonders flexibel nutzbar

Eine hohe Flexibilität bei der Adaption an alle gängigen Messmaschinen in allen geläufigen Messtechnologien wird durch den universellen Basis-Befestigungssatz bzw. das Unterteil der Schnellwechselschnittstelle erzielt: Dieses lässt durch die gewählten Dimensionen und das Material auf einfache Weise zusätzliche konstruktive Elemente auch für sehr spezifische Anforderungen zu. Zudem ist eine hohe Flexibilität gegeben bei der Adaption an alle Werkstückträger der vielen DK-Fixierprogramme für a) alle Messtechnologien und b) alle Teile-Geometrien durch den universellen Träger-Befestigungssatz bzw. das Oberteil der Schnellwechselschnittstelle – sie stellt praktisch den ‚Türöffner‘ zur gesamten Welt der DK Fixiersysteme dar.

Premiere auf der Control 2025
Gezeigt und erklärt wird das System dem internationalen Fachpublikum erstmals auf der Control 2025 vom 6. bis zum 9. Mai in Stuttgart auf dem Stand 3409 in Halle 3. Das Youtube Video Automatisierte Qualitätssicherung mit SWA40 von DK für Industrieroboter (QR-Code) zeigt anschaulich die Anwendung der Neuheit mit einem Industrieroboter.

QR-Code zum Video
QR-Code zum Video

Auch hier ist die Machart zusätzlich darauf ausgelegt, eine spezifische Anpassung bei ganz besonderen Anforderungen einfach zu realisieren. Weiterhin zeigt sich die Flexibilität bei der Eignung für alle Typen von Greifern durch die Schaffung einer für Endeffektoren leicht zu greifenden, immer gleichen Schnittstelle.

Kostenoptimierendes Gesamtsystem

Des Weiteren war eine Anwendbarkeit nicht nur für Hochleistungsroboter gefordert, sondern ganz besonders auch für weniger präzise arbeitende, einfache und damit günstige Industrieroboter – und zwar durch die sowohl sich selbst zentrierende als auch selbst ausrichtende Schnittstelle. Damit wird ein kostenoptimiertes Gesamtsystem erst möglich.

Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE: Overall Equipment Effectiveness) als Schema
Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE: Overall Equipment Effectiveness) als SchemaBild: DK Fixiersysteme GmbH & Co. KG

Der Programmieraufwand sinkt deutlich, weil der Roboter nicht auf den jeweiligen Prüfling oder dessen spezifische Fixiervorrichtung programmiert wird, sondern auf die immer gleiche Schnittstelle. Dies bedeutet konkret, dass für das gesamte Teilespektrum und für jede Messtechnologie der gleiche einfache Greifer und die gleichen Greiferbacken zum Einsatz kommen. Sie führen unabhängig von Prüfling, Messtechnologie und Messmaschine immer dieselbe Greifbewegung aus.

Einfache Integration

Es entsteht kein technischer Aufwand hinsichtlich Messmaschinen-Anbindung, Spannkraft und Programmierung für die Spannung des Träger-Oberteils auf dem maschinenseitig montierten Basis-Befestigungssatz. Grund ist der rein geometrisch generierte feste und prozesssichere Halt. Die eindeutige und präzise Ausrichtung zum Zweck einer Nullpunktspannung sind inklusive: Beladen und Entladen reduzieren sich auf einfaches Absetzen und Anheben. Das System von Basis- und Träger-Befestigungssatz sowie der eigentlichen Fixiervorrichtung ist insgesamt einsetzbar für Koordinatenmessgeräte (KMG), Optik, Multisensor, Computertomographie (CT), Oberflächen- und Konturmessung sowie 3D-Scanning. Diese Messmaschinen lassen sich durch SWA40 folglich hervorragend in eine optimierte Prozesskette integrieren. Die Werkstückträger können dabei Einzelfixierungen oder Mehrfachaufspannungen im Sinne zusätzlicher Effizienzsteigerung sein.

Modularer Baukasten

Ganz eng folgte DK Fixiersysteme aus Reutlingen auch bei dieser Innovation dem Grundsatz des modularen Baukastens. Schlussendlich hat der Anwender von DK-Produkten nicht gegenseitig inkompatible Vorrichtungen verschiedener Lieferanten im Schrank, sondern die aufeinander abgestimmten Fixiersysteme nur eines Herstellers, der alle Messtechnologien bespielt.

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