Aluminium-Konjunkturbarometer

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Bild: Aluminium Deutschland e. V.

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Aluminiumindustrie zeigt im zweiten Quartal ein zweigeteiltes Bild. Das verdeutlichen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage von Aluminium Deutschland unter den Mitgliedsunternehmen. Während sich spezialisierte Branchen robuster zeigen, stehen besonders die klassischen industriellen Absatzmärkte weiterhin unter Druck.

Aluminium Deutschland hat seine Mitgliedsunternehmen im Rahmen des vierteljährlichen Konjunkturbarometers erneut zur aktuellen Marktlage sowie zu den Erwartungen für das verbleibende Jahr befragt. Die Einschätzung der aktuellen Auftragslage (2. Quartal) fällt differenziert aus: Die Hälfte der befragten Unternehmen (50 Prozent) bewertet ihre Auftragslage als schlecht bis sehr schlecht, 30 Prozent sprechen von einer saisonüblichen Situation, während weitere 20 Prozent ihre Auftragslage als gut einschätzen.

Deutlich wird die unterschiedliche Entwicklung beim Blick auf die einzelnen Absatzmärkte: Während die Luft- und Raumfahrt (rund 70 Prozent ‚gut‘), der Verteidigungssektor (zwei Drittel ‚gut‘) und die Verpackungsindustrie (63 Prozent ‚gut‘) mehrheitlich positiv bewertet werden, bleiben die mengenmäßig bedeutenden Kernbranchen unter Druck. Im Automotive-Bereich beurteilen 63 Prozent der Unternehmen die aktuelle Lage als schlecht. Im Bauwesen (Building Construction) sowie im Maschinenbau (Mechanical Engineering) sind es jeweils 60 Prozent. In der Elektrotechnik herrscht eine saisonübliche bzw. befriedigende Geschäftslage.

Mit Blick auf die kommenden Monate bleiben die Erwartungen der Unternehmen mehrheitlich gedämpft: Insgesamt rechnen 55 Prozent der Betriebe bis Ende 2026 mit einer schwachen Kapazitätsauslastung, 20 Prozent gehen von einem saisonüblichen Niveau aus und 25 Prozent erwarten eine gute oder sehr gute Auslastung. Ein leichter Optimismus zeigt sich insbesondere in der Luft- und Raumfahrt, wo mehr als 40 Prozent der Unternehmen mit einer weiteren Verbesserung rechnen.

Die Konjunkturumfrage zum Download finden Interessierte kostenfrei hier: