Anwenderbericht: Durchgängige CAx-Prozesse

Loll Feinmechanik verwirklicht mit der SolidWorks-Plattform einen durchgängigen Datenfluss. Der Workflow schließt die hochgenaue CAx-optimierte Fräsbearbeitung ein und ist an das ERP-System angebunden. Zu den Vorteilen gehören sowohl eine gesteigerte Effizienz als auch ein hohes Maß an Flexibilität in der Fertigung.

Ein weiteres Projekt betrifft die Nutzung von Postprozessoren, die das Neutralformat der in SolidCAM generierten Daten in den maschinenlesbaren Code der jeweiligen Maschine umsetzen. Auch hier ist wieder die Flexibilität das treibende Moment. Jens Loll: „Mit den Postprozessoren können wir das Frästeil erst frei programmieren und dann situationsabhängig entscheiden, mit welcher Maschine wir das Teil fertigen.“ So lässt sich die Maschinenauslastung besser steuern.

Kosten beim Fräsen senken

Zu den bei Loll Feinmechanik bearbeiteten Materialien gehören besonders schwer zerspanbare Werkstoffe wie hochlegierte Nickel-Kobalt-Stähle, Inconel und Titan. Hier spielt vor allem beim Fräsen die Bearbeitungsstrategie eine entscheidende Rolle – schon aus Kostengründen. „Der Werkzeugverschleiß kann zehn Prozent der Produktionskosten ausmachen“, weiß Jens Loll. „Und wenn die Frässtrategie nicht optimal ist, sind es noch mehr.“ Deshalb hat das Unternehmen das SolidCAM Modul iMachining eingeführt, das den Fräsvorgang plant und optimiert. Der Erfolg ist deutlich: Beim Bearbeiten kleinerer Bauteile steigerte iMachining die Werkzeugstandzeit um den Faktor 2 bis 3.

Aus Sicht von Loll Feinmechanik bringt die Entscheidung für eine durchgängige und umfassend nutzbare CAx-Lösung deutliche Vorteile. „Es gibt ja für jede Aufgabe immer auch Spezial- und Insellösungen. Wir setzen aber auf eine universelle Software, die unternehmensweit im Einsatz ist und die jeder Mitarbeiter beherrscht“, fasst Geschäftsführer Jens Loll zusammen. „Damit gewinnen wir Flexibilität in der Fertigung und auch in der Konstruktion. Diesen Vorteil bietet uns die SolidWorks-Plattform.“

All inclusive – einschließlich Dokumentation

Das Ziel der durchgängigen Datenhaltung gilt bei Loll Feinmechanik aus Tornesch in Schleswig-Holstein auch für die Dokumentation. Der Betrieb generiert in und mit SolidWorks ebenfalls interne Fertigungs- und Montageanweisungen für die jeweiligen Bauteile. Auch die eigenen Prüfanlagen dokumentieren die Norddeutschen auf diese Weise.

www.dps-software.dewww.loll-feinmechanik.de

Autor: Gerald Schaeffels, Freier Journalist, Wuppertal

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: ISOMA GmbH
Bild: ISOMA GmbH
Präzise Werkstatt-Messmikroskope

Präzise Werkstatt-Messmikroskope

Das Werkstatt-Messmikroskop M112 ist ein Isoma-Gerät der allerersten Generation – es kam im Jahr der Firmengründung 1947 auf den Markt. Auf der AMB in Stuttgart vom 13. bis zum 17. September 2022 stellt der schweizerische Anbieter Isoma ein solches 75 Jahre altes Mikroskop aus, das mit dem innovativen MiniScope upgegradet und mit einer hochauflösenden digitalen Anzeige ausgestattet wurde.

Bild: RINGSPANN GmbH
Bild: RINGSPANN GmbH
Neue Tochtergesellschaft an der Pazifikküste

Neue Tochtergesellschaft an der Pazifikküste

Mit der Gründung ihrer nunmehr 17. Auslandstochter in der chilenischen Hafenstadt Iquique setzt die Ringspann-Gruppe ihren Internationalisierungskurs fort. Das Leistungsspektrum der neuen Ringspann Sudamérica SpA umfasst alle Produktgruppen des Unternehmens, legt den Schwerpunkt aber vorrangig auf Antriebskomponenten für Heavy-Duty-Anwendungen.

Bild: Tschudin AG
Bild: Tschudin AG
Output von Prüfdornen verfünffacht

Output von Prüfdornen verfünffacht

„Sie verändert unsere Arbeitsweise komplett“, sagt Sophie Demesse, CEO von Como Industries, zum Kauf der kompakten spitzenlosen Außenrundschleifmaschine Cube 350 von Tschudin. Como Industries mit Hauptsitz in Courbevoie bei Paris produziert Prüfdorne, Hydraulikmuttern und andere präzise Teile für namhafte Kunden wie Airbus, Michelin, Thales Group oder Safran. Die Cube 350 kommt für die Produktion hochgenauer Prüfdorne zum Einsatz.

Bild: Haimer GmbH
Bild: Haimer GmbH
Precision Engineering meets Digitization

Precision Engineering meets Digitization

Unter diesem Motto zeigt die Haimer-Gruppe auf der AMB 2022 in Stuttgart (Halle 1, Stand F50) und auf der IMTS 2022 in Chicago (West Hall, Stand #431510), wie modernes Werkzeugmanagement funktioniert: mit prozesssicheren Komponenten, durchgängiger Digitalisierung bis hin zur vollautomatisierten Werkzeugvoreinstellung und einer sicheren Übertragung der digitalen Werkzeugdaten bis an die Maschine.