Automationslösung für Bearbeitungszentren

Mit dem Handlingsystem HS Flex Heavy setzt die Hermle AG aus Gosheim ihr fast 20-jähriges Engagement in der Automatisierung ihrer Bearbeitungszentren fort und bringt ein leistungsfähiges, kompaktes sowie auch im Preis besonders attraktives Automationstool auf den Markt.
Handlingsystem HS Flex Heavy mit 
zwei Speichermodulen, adaptiert an 
ein 5-Achsen-Bearbeitungszentrum C 650
Handlingsystem HS Flex Heavy mit zwei Speichermodulen, adaptiert an ein 5-Achsen-Bearbeitungszentrum C 650Bild: Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

HS Flex Heavy wurde so konzipiert, dass es an die 5-Achs-Bearbeitungszentren (BAZ) der Performance-Line (C 400 und C 650) sowie an Modelle der High-Performance-Line (C 32 und C 42) adaptiert werden kann. Erstmalig ist somit auch die C 650 automatisiert lieferbar. Das Handlingsystem basiert auf mehreren Komponenten – als komplette Einheit geliefert und adaptiert. Lediglich die Werkstück-Speichermodule werden vor Ort montiert und justiert. Somit ist die Gesamtinstallation (alle Hermle-BAZ werden ebenfalls fertig montiert geliefert) in nur kurzer Zeit möglich, und der Anwender kann schnell mit den Bearbeitungen beginnen.

Das flache Mineralgussbett, auf dem die drei Achsen der Handlingeinheit geführt werden, bietet einen ergonomisch hervorragenden Zugang für den Bediener. Die beiden mit einer Doppelfunktion belegten Flügeltüren haben bereits bei den Robotersystemen von Hermle ihren Funktionseinsatz unter Beweis gestellt: Bei einem Werkstückwechselvorgang versperren sie den Zugang für den Bediener; während der Bearbeitung des Werkstücks geben sie den Zugang zum Arbeitsblickfeld und Arbeitsraum frei und versperren gleichzeitig den Zugang zur Handlingeinheit.

Werkstücke bis zu 1.200kg

Die Dreh-, Hub- und Linearachsen der Handlingeinheit sorgen für eine präzise Bewegung der bis zu 1200kg schweren Werkstücke inklusive Palette zwischen dem Rüstplatz, den Speichermodulen und dem BAZ-Arbeitsraum. Bei einer Kranbeladung der Bearbeitungszentren lassen sich auch Werkstücke mit noch höherem Gewicht und größeren Dimensionen in den Maschinenarbeitsraum einbringen. Paletten bis zu 800x630mm werden präzise bewegt. Um mögliche Fehlerquellen für den Bediener zu reduzieren, wird am Rüstplatz bereits die maximale Werkstückhöhe abgefragt – so können keine Werkstücke mit zu großen Abmessungen eingeschleust werden. Die maximale Werkstückgröße (BxTxH) beträgt dabei 800x630x700mm.

Besonderes Augenmerk legten die Baden-Württemberger auch auf die Entwicklung der Speichermodule. Im Standard ist ein Modul verbaut, optional ist die Adaption eines zweiten Moduls möglich. Die Module sind in Regalbauweise aufgebaut und bieten höchstmögliche Individualität in der Paletten-/Werkstückauslegung. Es können bis zu drei Regalböden mit insgesamt bis zu neun Palettenspeicherplätzen pro Modul geordert werden. Somit stehen beim Einsatz von zwei Speichermodulen bis zu 18 Palettenplätze zur Verfügung. Über einen eigens entwickelten Speichergenerator, der sowohl zulässige Gewichte prüft als auch Abmessungen – da verschiedenste Maschinenmodelle möglich sind -, kann der Anwender die Speicherbelegung rasch und einfach festlegen.

Software erhöht Produktivität

Gesteuert und verwaltet werden sowohl das HS flex heavy als auch die Palettenwechsler und das Robotersysten RS 05-2 über das Hermle-eigene, komfortable ‚Hermle-Automation-Control-System‘: HACS erlaubt eine intelligente Auftragsverwaltung, und die intuitiv über ein Touchpanel bedienbare Software assistiert den Bediener bei seinen täglichen Aufgaben. Die transparente Darstellung der Aufträge und der erforderlichen Bedienerhandlungen verringert organisatorisch bedingte Stillstände und erhöht die Anlagenproduktivität. Kombiniert mit dem Hermle-Information-Monitoring-System, das die Zustände der Maschine in Echtzeit aufzeigt und von jedem Tablet, Desktop oder Smartphone dargestellt werden kann, bilden die beiden Softwaretools einen wichtigen Baustein für den Industrie-4.0-tauglichen Einsatz der Hermle-Bearbeitungszentren.

Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

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