
Mehr als 8.000 Produkte und 5.500 Tonnen Lagermaterial umfasst das Portfolio von Brütsch/Rüegger Metals in Regensdorf im Kanton Zürich. Der Vollsortimenter für Metallprodukte hat sich seit seiner Gründung 1877 kontinuierlich vergrößert. Heute zählt er zu den führenden Anbietern für Rohre, Stangen und Profile in der Schweiz. Mit dem Wachstum kamen auch neue Herausforderungen: Das halbautomatische Wabenlager aus den 1980er-Jahren in Halle 5 stieß immer häufiger an seine Grenzen. Neben der geringen Raumausnutzung beeinträchtigten auch der hohe Suchaufwand und die Sicherheitsrisiken durch handgesteuerte Bedienung die Abläufe. Der manuelle Rüstprozess mittels Schienenkran wurde zunehmend zum Flaschenhals, die Effizienzanforderungen ließen sich nicht länger erfüllen. Die Hallen zu erweitern, war aufgrund der vorhandenen Infrastruktur nicht möglich. Damit blieb nur die Verdichtung.
Anspruchsvolle Wunschliste
Die Anforderungen des Metallspezialisten waren komplex: Das neue System musste eine doppelt so hohe Lagerkapazität bieten, in die 26m breite Halle 5 passen und sowohl 6m- als auch 12m-Langgutmaterial lagern können. Es sollte zuverlässig arbeiten und sich leicht bedienen lassen. Auf der Wunschliste stand außerdem die Möglichkeit, sieben verschiedene Ein- und Ausgabestationen zu realisieren, um das Material zeitgleich einzulagern und mit mehreren Sägen zu bearbeiten. „Wir haben intensiv am Markt recherchiert“, berichtet Geschäftsführer Patrick Epp. „Von Kasto nutzen wir bereits seit 2018 die Bandsäge Kastowin A 3.3, mit der wir sehr zufrieden sind.“ Der Hochleistungs-Bandsägeautomat für Serienschnitte arbeitet schnell und zuverlässig. Automatikfunktionen, kurze Nebenzeiten und umfangreiche Überwachungssysteme sorgen für hohe Effizienz, Sicherheit und werkzeugschonendes Arbeiten – vom Einzelschnitt bis zur Großserie.

Dies war einer der Hauptgründe, sich 2022 persönlich weiter auszutauschen. Und es wurde schnell klar: Der Spezialist für Säge- und Lagerlösungen bietet mit den beiden Systemen Unitop und Unitower genau das Gesuchte. „Ein klarer Vorteil von Kasto gegenüber dem Wettbewerb ist, dass wir beide Lager aus einer Hand erhalten“, betont Patrick Epp. „Alle anderen Anbieter konnten nur das eine oder das andere liefern.“
Lösungsanbieter für die gesamte Prozesskette
Diese Systemkompetenz ist kein Zufall. Kasto ist weltweiter Markt- und Technologieführer für Metallsägemaschinen, Langgut- und Blechlagersysteme sowie Materialhandling. Das Unternehmen aus Achern versteht sich nicht nur als Maschinenbauer, sondern als Lösungsanbieter für die gesamte Prozesskette – vom Einlagern über den Transport bis zur Anarbeitung.
Maßgeschneiderte Anlage
Die neue Anlage besteht aus zwei Lagersystemen: das Überfahrlager Unitop mit einer Einlagerlänge von 6m und das Turmlagersystem Unitower mit einer Einlagerlänge von 12m sowie zwei Sägezentren der Kastowin-Serie (F 3.3 und A 3.6). Diese Konstellation gestattet es Brütsch/Rüegger Metals, das Langgut in einer Halle platzsparend zu speichern und zu bearbeiten. Das Unitop Überfahrlager nutzt den verfügbaren Raum optimal und sorgt dank Rechnersteuerung für Transparenz bei den Beständen.

Das System übergibt Langgut in kurzen Zyklen zuverlässig an die drei doppelten Ausgabestationen und fügt sich so nahtlos in den Materialfluss ein. Mit automatischer Stabvereinzelung und Anbindung an die Kastowin-Sägen nutzt Brütsch/Rüegger Metals so ein flexibles Fertigungssystem, das weitgehend ohne Personal auskommt. „Es war eine Herausforderung, Umbau und Tagesgeschäft unter einen Hut zu bekommen“, blickt Patrick Epp zurück. „Doch die Kasto-Systeme, sowohl die Lagerlösungen als auch die Sägen, haben uns in puncto Effizienz seither weit nach vorne gebracht“, lobt der Geschäftsführer.
80 Jahre dima
Armin Stolzer, Geschäftsführender Gesellschafter Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG, Achern: „Zum 80. Jubiläum gratulieren wir der dima sehr herzlich. Seit vielen Jahren ist sie für die Industrie eine verlässliche Stimme, die technologische Entwicklungen fundiert einordnet und praxisnah vermittelt. Diesen Anspruch, Innovation verständlich und nutzbar zu machen, teilen wir bei Kasto. Wir danken für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Impulse.“

Armin Stolzer, Geschäftsführender Gesellschafter. Bild: KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG
Vorteile in der Praxis
Die Veränderungen sind auf allen Ebenen spürbar. „Die Organisation und der Zugriff auf das Material sind seit dem Umbau viel einfacher“, weiß Epp zu schätzen. „Und das gilt nicht nur für die Geschwindigkeit des bisherigen Wabenlagers, sondern auch im Vergleich zum Überfahrlager eines anderen Herstellers, das wir im Einsatz haben.“ Dank der kurzen Einlagerungs- und vor allem Ausgabezeiten arbeitet der Metallspezialist deutlich effizienter. Das neue Lagersystem hat zudem die Arbeitssicherheit verbessert, da die Waren nun automatisch über Auslagerstationen an die Sägen übergeben werden – ein spürbarer Fortschritt gegenüber der bisherigen manuellen Lösung. Die verringerte Fehleranfälligkeit im Rüstprozess wirkt sich direkt auf die Kundenzufriedenheit aus. Schnellerer Zugriff bedeutet kürzere Lieferzeiten.

















