
Igus bewegte sich mit seinen Ideen und Aktivitäten stets am Puls der Zeit – und ist häufig dabei auch Trendsetter. Aktuell gewinnt beispielsweise das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen bilanzieren, verringern und kompensieren Emissionen, die am Produktionsstandort oder indirekt aus eingekaufter Energie entstehen. Eine Bilanzierung über die eigenen Firmengrenzen hinweg ist allerdings oft eine echte Herausforderung – ganz besonders dann, wenn Maschinen aus hunderten Bauteilen verschiedener Hersteller zusammengesetzt sind.
Wie so häufig ergeben sich andererseits zugleich Chancen, etwa für den Maschinen- und Anlagenbau: Laut einer Analyse der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group beläuft sich das wirtschaftliche Potenzial ‚grüner Technologien‘ für die Branche zwischen 2020 und 2040 auf rund 27 Billionen US-Dollar.
Nachhaltiger Rohstoffkreislauf
Dieses Potenzial erkennt auch das kunststoffverarbeitende Unternehmen Igus. Igus setzt auf eine nachhaltige Produktion und will selbst bis 2025 mit seinen Gebäuden und der Produktion CO2-neutral sein. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen innovative Produkte und Lösungen, um die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben: z.B. das 2019 ins Leben gerufene ‚Chainge‘ Recyclingprogramm, das 2022 um eine eigene Online-Plattform erweitert wurde.
„Kunden lassen darüber ausgediente technische Kunststoffe recyceln, damit daraus neue Produkte entstehen können“, berichtet Michael Offner, Prokurist und Leiter globales Branchen-Management. Dazu gehört u.a. die erste Energiekette aus recyceltem Material, die ‚Cradle-chain‘. Sowohl Zulieferer als auch Maschinenbauer und Endkunden leisten so einen Beitrag zur Ressourcenschonung. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten – angestoßen durch die Initiative und das Programm der Kölner.

Industrielles Metaverse
Doch Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur Recycling. Deshalb geht Igus einen Schritt weiter. Mit dem iguverse schafften die Nordrhein-Westfalen ein eigenes Metaversum, damit sich Maschinen und Anlagen schneller, kostengünstiger und auch nachhaltiger entwickeln lassen. Kunden, Ingenieure und Vertriebler aus aller Welt können in der Virtuellen Realität (VR) gemeinsam ganze Engineering-Projekte umsetzen. Mit effizienteren Abstimmungen, ohne zeitraubende, kostspielige oder Schadstoff-verursachende Anreisen. Im Zuge der gemeinsamen Produktentwicklung lassen sich Machbarkeitsanalysen durchführen, die beispielsweise Konstruktionsschwächen frühzeitig aufzeigen. Auch Montage- und Einbausimulationen sind in der VR möglich, um Planungsfehler schon im Vorfeld zu vermeiden.

Betriebe können von dieser Zukunftstechnologie profitieren, die vollständig von Igus gemanagt wird, ohne dafür in eigene Metaverse-Entwicklungen investieren zu müssen. Die Einsatzmöglichkeiten des iguverse sind vielfältig. So lassen sich beispielsweise auch Automationslösungen im virtuellen Raum planen, steuern und testen. Damit können Mitarbeiter aus der Ferne auf gefährliche oder unangenehme Arbeitsumgebungen zugreifen, ohne vor Ort zu sein.
Low Cost Automation
Zunehmend mehr Werkzeugmaschinenhersteller setzen im Zuge der Industrie 4.0 auf Automationslösungen. Doch insbesondere Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) geraten hier – abgeschreckt durch hohe Investitionskosten und komplexe Programmieraufgaben – schnell ins Hintertreffen. Auch bei Igus, am Produktionsstandort in Köln, wird seit vielen Jahren auf Automatisierung gesetzt. Für die Massenproduktion von kleinen Bauteilen sind viele Lösungen auf dem Markt schlichtweg überdimensioniert hinsichtlich Präzision, Baugröße und dynamischer Last.
Dies nahm Igus vor vielen Jahren zum Anlass, eigene Automatisierungslösungen mit Fokus auf den schnellen Return on Investment zu entwickeln. Mittlerweile sind über 500 der mehr als 900 Spritzgussmaschinen mit eigenen Lösungen automatisiert. Mit Robotern der Low Cost Automation Produktlinie hat Igus sich zum Ziel gesetzt, die Hürden der Automatisierung herabzusetzen. „Mit kostengünstigen Automatisierungslösungen, einer einfachen und kostenlosen Software und Konzepten komplexe Prozesse zu vereinfachen, revolutionieren wir den Markt der Robotik und Automatisierung im Lastbereich 1-20kg“, berichtet Dipl.-Ing. (FH) Robert Löbach, Leiter Vertrieb International Low Cost Automation.
Marktplatz mit Kompatibilitätsgarantie
Seine Fabrik bereits ab 2.000 Euro automatisieren: So lautet der Slogan des Marktplatzes für Low Cost Automation. Interessierte erhalten hier Komponenten von führenden Herstellern mit 100 Prozent Kompatibilitätsgarantie. So lässt sich auch ohne Roboterkenntnisse automatisieren. Wer nach weiteren Inspirationen sucht, findet auf RBTX.com zahlreiche Anwendungsbeispiele aus der Praxis: https://rbtx.com/de-DE/solutions
Neben Portal-, Delta- und Scara-Robotern gehört dazu unter anderem der ReBeL Cobot „made in Cologne“. Als Plug-and-Play-Variante mit Roboter, integrierter Steuerung und Netzteil ist er bereits für 4.970 Euro erhältlich. Er besteht zu einem großen Prozentsatz aus Hochleistungskunststoff und ist infolgedessen sowohl besonders leicht als auch kostengünstig. „Der ReBeL Cobot eignet sich beispielsweise für das Be- und Entladen von Maschinen und nachgelagerte QS-Anwendungen“, ergänzt Löbach.

Doch sich nur einen Roboter anzuschaffen, führt am Ende noch zu keiner Lösung. Letztlich muss das gesamte System aus Roboter und Komponenten wie Vision-Systeme, Greifer und Sensoren funktionieren. Daher hat Igus 2019 den herstellerneutralen Low Cost Robotik-Marktplatz RBTX ins Leben gerufen, auf dem mittlerweile über 100 Partner ihre Low-Cost-Automation-Produkte anbieten. RBTX hilft Automatisierungswilligen dabei, die einfachste und kostengünstigste funktionierende Lösung zu finden: immer mit Preis- und Kompatibilitätsgarantie. Als Inspirationsquelle zum sofortigen Nachmachen finden sich online auch über 400 direkt adaptierbare Automatisierungsprojekte aus der Praxis.

Viele KMU aus aller Welt haben auf RBTX.com bereits ohne konstruktionstechnische Vorkenntnisse Automationslösungen realisiert. 95 Prozent dieser Komplettlösungen sind für unter 12.000 Euro erhältlich. Die Low-Cost-Lösungen amortisieren sich nachweislich bereits ab drei bis zwölf Monaten. Zu den Hauptanwendungsbereichen zählen Pick & Place-Aufgaben, die Qualitätsprüfung sowie Klebe- und Dosieranwendungen.
Immer wieder top Kundenservice
Der im Jahr 1964 gegründete Global Player aus Köln knackte vor Kurzem die Euro-Milliarden-Umsatz-Marke. Dieser Erfolg basiert auf einer einmaligen Kundenorientierung der Rheinländer, die ihresgleichen sucht. Jeder Besuch in der Firma ist immer wieder ein Highlight. Als Empfindung kommt mir dabei wiederkehrend eine ‚außergewöhnlich hohe persönliche Betreuung in familiärer Umgebung‘ in den Sinn. Man fühlt sich direkt bestens aufgehoben, wertgeschätzt und umsorgt. Igus denkt für seine Kunden einfach mit.
*100 Prozent Prüfung inklusive Label für volle Transparenz*
Hier ein weiteres Beispiel: Damit Werkzeugmaschinenhersteller sowohl schneller als auch komfortabler ihre Anlagen produzieren und montieren, bietet Igus ‚readychains‘ und ‚readycable‘ an. Letztere sind konfektionierte anschlussfertige Leitungen für den Einsatz in Energieketten. Als Hersteller und Konfektionär bietet Igus alles aus einer Hand und verringert damit Durchlaufzeiten und die Anzahl an Lieferanten. Das Sortiment umfasst ein umfangreiches Katalogprogramm mit konfektionierten Leitungen passend zu 30 Herstellerstandards und diversen Industriestandards sowie individuelle Einzel- oder Serienfertigung. Es stehen zahlreiche Leitungstypen in verschiedenen Qualitäten, Zulassungen und Konformitäten zur Auswahl.

















