Top-Ausbildungsbetrieb 2022

Das Erfolgsmodell Ausbildung weiter stärken – das ist das Ziel von Igus mit Sitz in Köln. Für das Engagement zur Nachwuchsförderung wurde der motion plastics Spezialist nun im Rahmen der Studie 'Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2022' prämiert und belegt den dritten Platz in der Kategorie Gummi- und Kunststoffindustrieunternehmen. Doch wie fördert Igus gezielt den Fachkräftenachwuchs? Eine der Antworten: mit einer eigenen Azubi-Firma.
Bild: igus GmbH

Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für Unternehmen. Laut Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat sich die Fachkräftelücke in Deutschland allein im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Haupttreiber ist der demografische Wandel, die Corona-Thematik verschärft das Problem zusätzlich. Schnell wird klar: Unternehmen müssen den Fachkräftenachwuchs aktiv fördern.

Vom Azubi zum Experten

Mit dem Young Talents-Programm fördert Igus besonders junge Menschen bei der beruflichen Orientierung oder dem Berufseinstieg und bietet viel Erfahrung ‚on the job‘ an. Aktuell beschäftigt igus 32 Auszubildende und vier duale Studierende. 2022 sollen noch 14 weitere Auszubildende hinzukommen – und die Übernahmechancen stehen gut, denn die Übernahmequote liegt aktuell bei 80 Prozent. Zudem sind die Weiterbildungsmöglichkeiten bei Igus vielfältig: Ob Auslandsaufenthalte, Englisch- und Prüfungsvorbereitungskurse oder gezielte Schulungen zu Produkten sowie zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung. „Die Auszeichnung als Top-Ausbildungsbetrieb untermauert einmal mehr den Erfolg unseres Konzepts zur Nachwuchsförderung. Dabei ist uns vor allem eines wichtig: Wir wollen unseren Young Talents die Möglichkeit geben, eigene Ideen einzubringen, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Igus-Geschäftfsführer Frank Blase.

Nachhaltig gut

Eines von vielen Nachwuchsprojekten bei Igus ist reguse – die hauseigene Azubi-Firma. Entstanden ist das Projekt Ende 2019 aus der Idee der IT-Auszubildenden, alte Geräte vor dem Elektroschrott zu retten. Aus dieser Idee, dem Motto ‚reduce, reuse, recycle‘ sowie der Zusammengehörigkeit zu Igus wurde reguse geboren. In der Praxis heißt das konkret: Die IT-Auszubildenden bereiten alte Geräte technisch wieder auf, die industriekaufmännischen Auszubildenden beschäftigen sich mit rechtlichen Fragestellungen und zwei Auszubildende aus der Kreation sind für das Marketing zuständig. „Jeder von uns hat seine festen Kompetenz- und Aufgabenbereiche. Das reguse Projekt gibt uns die Möglichkeit, uns komplett selbst zu organisieren und wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln – mit nachhaltigem Lerneffekt”, sagt Annika Schulze, Auszubildende zur Mediengestalterin bei Igus. Seit April 2021 können alle Igus Mitarbeiter über den eigenen reguse Online-Shop wieder aufbereitete Technikgeräte für den Privatgebrauch zu einem kostengünstigen Preis erwerben. Das zahlt sich doppelt aus: Denn gleichzeitig leisten die Auszubildenden damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Zudem werden der gesamte Erlös sowie ein Teil der aufbereiteten Geräte für nachhaltige Projekte gespendet. Eine Win-Win-Situation für Mitarbeiter und Umwelt.

www.igus.de

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