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Lesedauer: 5 min
11. November 2020
Innovationsforum Präzisionswerkzeuge in neuem Format
Beim „Innovationsforum Präzisionswerkzeuge“ tauschten sich Fachleute aus dem Zerspanungsbereich mit hoher Expertise aus. Berichte von Werkzeugherstellern, -anwendern und der Wissenschaft zeigten aktuelle Lösungen auf. Das kostenfreie Innovationskompendium stellt 19 Projekte vor.
Bild: VDMA e.V.

„Es freut mich sehr, dass die heutige Premiere des neuen digitalen Veranstaltungsformats IFP von Werkzeuganwendern und Fachpresse so gut angenommen wird“, teilte Stefan Zecha, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, bei der Pressekonferenz am 06. November 2020 in Frankfurt am Main mit. „Zusammen mit dem Innovationskompendium, in dem die neusten technischen Entwicklungen der Branche kompakt zusammengefasst sind, bietet das IFP den Anwendern und Werkzeugherstellern die dringend benötigte Plattform für den Informationsaustausch über innovative Technologien in diesen schwierigen und unfreiwillig messearmen Zeiten.“

Mehr als 200 Fachteilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich beim IFP 2020 mit den zwölf hochkarätigen Referenten aus den Chef-Etagen von wichtigen Präzisionswerkzeugherstellern, Anwenderbranchen und Forschungsinstituten auszutauschen (in alphabetischer Reihenfolge): CeramTec, Johannes Schneider; Ceratizit Austria GmbH, Dr. Uwe Schleinkofer; GFE Schmalkalden e.V., Dr. Florian Welzel; Gühring KG, Dr. Stefan Sattel; IfW Stuttgart, Prof. Hans-Christian Möhring; Iscar Germany GmbH, Kurt Brenner; Mapal Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Dr. Jochen Kress; Paul Horn GmbH, Lothar Horn; Platit AG, Dr. Tibor Cselle; Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG, Dr. Gregor Kappmeyer; Sandvik Coromant, Dr. Ina Terwey; Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH, Stefan Zecha.

Abstracts

Hier ein Auszug der jeweils fünfminütigen Statements: Dr. Matthias Luik bzw. Lothar Horn von der Paul Horn GmbH berichteten über das einzigartige Messsystem PTS, das zusammen mit der Firma Kistler in der Schweiz entwickelt wurde (https://dima-magazin.com/werkzeuge-spannmittel/werkzeugueberwachung-in-echtzeit). Ziel ist unter anderem, Werkzeuge damit bis zum Ende der Standzeit bestmöglich zu nutzen. Dr. Jochen Kress von Mapal präsentierte innovative Bearbeitungslösungen für E-Motorengehäuse: „Es gilt den Gleichklang der Optimierung von Qualität, Zeit und Kosten bestmöglich zu erreichen.“ Gregor Kappmeyer von Rolls-Royce gab Einblicke in die eigenen Fertigungsprozesse. Hohen Werkzeugkosten lässt sich beispielsweise mit logistisch und technisch optimiertem mehrfachen Nachschleifen begegnen.

„Herausforderungen für die Zerspanung finden sich in den Themen Digitalisierung, Elektromobilität und Produktivität“, so Stefan Sattel von Gühring. Auch Kurt Brenner von Iscar bezeichnet das Thema Digitalisierung als essentiell. Vorteile sind erzielbar von der Werkzeugauswahl über die Schnittstellen zur Maschine bis zur Werkzeugorganisation. Darüber hinaus lieferte Herr Brenner Antworten auf die Frage, wie sich Vibrationen an Werkzeugen vermeiden lassen.

Aus der Wissenschaft berichtete Prof. Hans-Christian Möring vom IfW der Universität Stuttgart über das Projekt „Ad-Proc-Add – Advanced Processing of Additively Manufactured Parts“. Dabei geht es um die Bearbeitung additiv hergestellter Bauteile. Neun Forschungsstellen und zahlreiche Industriepartner sind an dem umfangreichen internationalen Projekt beteiligt.

Dr. Ina Terwey von Sandvik Coromant nannte nachhaltige Wertschöpfungsketten als Ziel. Auch Dr. Uwe Schleinkofer von Ceratizit sieht die Nachhaltigkeit in Zerspanungsprozessen als einen essentiellen Aspekt. Hohe Schnittgeschwindigkeiten und lange Standzeiten tragen zu einer deutlichen Verbesserung des Werkzeugsystems bei. So lassen sich Tools länger nutzen. Auch in den Produktionsprozessen der Werkzeuge selbst, beim Recycling und bei den Fertigungsverfahren in den Unternehmen finden zunehmend mehr Nachhaltigkeitsaspekte Berücksichtigung. Neue Einblicke in der Anwendung von Keramiken und PCBN gewährte Johannes Schneider von CeramTec.

Kostenfreies Innovationskompendium

Aufgrund der besonderen Corona-Situation müssen die Unternehmen der Präzisionswerkzeugbranche aktuell auf den intensiven und physischen Kontakt mit ihren Kunden verzichten, obwohl sie für die Weiterentwicklung der Werkzeugtechnologien überwiegend auf den partnerschaftlichen Austausch mit den Kunden angewiesen sind. Mit dem digitalen Veranstaltungsformat IFP reagieren die drei Ausrichter der renommierten „Schmalkalder Werkzeugtagung“ – die GFE – Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V., die Hochschule Schmalkalden und der VDMA Fachverband Präzisionswerkzeuge – nicht nur auf die besonderen Herausforderungen in der aktuellen Pandemie-Situation. Vielmehr ergänzt das IFP zukünftig die traditionell alle zwei Jahre stattfindende „Schmalkalder Werkzeugtagung“ jeweils alternierend in den geraden Jahren.

Das Innovationskompendium gibt es für Interessierte als kostenlosen Download unter: https://pwz.vdma.org/viewer/-/v2article/render/55119302

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VDMA e.V.
http://www.vdma.org

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