
„Als Startup sind wir natürlich bestrebt, unsere Maschinen auszulasten“, erklärt Thomas Lomoth. „Aber wir positionieren uns auch strategisch als die Zerspaner, die eine Lösung finden, an die bisher keiner gedacht oder die noch niemand probiert hat. Aber ohne einen technisch so versierten Berater wie David, der selbst das Zerspanungs-Business von Grund auf kennt, wären manche Projekte viel schwieriger gewesen.“
Innovative Zerspanungslösungen sind Teamarbeit
Eines dieser Projekte mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad ist die Erarbeitung und Umsetzung einer neuen Bearbeitungsstrategie für die Zerspanung eines Messtechnik-Bauteils. Die Herausforderung liegt dabei weniger im Werkstoff als in der abzutragenden Materialmenge. Je nach Ausführung gilt es etwa 20kg Material zu zerspanen. Das macht an dem Bauteil aus Edelstahl circa 50 Prozent aus. Der größte Anteil entfällt dabei auf eine Einstichkontur mit einer radialen Bearbeitungstiefe von 90mm.
Herausforderung Prozessstabilität
Anfangs wurde die Welle in einem Radialstech-Verfahren gefertigt. Wirklich stabil lief der Prozess aber nicht, Vibrationen kamen auf. Die Bearbeitung war laut und die Wendeschneidplatten verschlissen extrem schnell. Eine bessere Lösung war gefragt – und somit u.a. auch die Zerspanungsexpertise von David Willing, um ein prozesssicheres und nachhaltiges Ergebnis zu erzielen.

Als Ergebnis entschied das Team, ganz weg vom Stechen hin zu einem Fräser überzugehen, der eigens für hohe Zerspanvolumen bei tiefen Kavitäten entwickelt worden ist: dem High-Feed-Fräser Walter Xtra·tec XT M5008. „Es war schnell klar, dass wir bei dieser Herausforderung mit einzelnen Veränderungen am Prozess dessen grundsätzliche Instabilität nicht gelöst bekommen“, begründet David Willing. „Deswegen haben wir versucht, das Ganze von Grund auf neu zu denken. Und da legt sich der Walter High-Feed-Fräser quasi von selbst nah. Schließlich wurde er für ganz ähnliche Anwendungssituationen wie für unser Messtechnik-Bauteil entwickelt.“ Josef Schmidt, Technische Beratung und Verkauf Handel bei Walter Deutschland, ergänzt: „Berater mit der Fachkompetenz wie David Willing sind für uns als Hersteller fast genauso wichtig wie für Kunden wie Metaxon. In Walter Werkzeuglösungen steckt extrem viel Zerspanungswissen, und das braucht es auch, um zu erklären, welches Potenzial in einem Werkzeug steckt.“
Hohes Zerspanvolumen und Prozesssicherheit
Tatsächlich adressiert Walter mit dem Xtra·tec XT M5008 das zentrale Problem, das beim Bearbeiten des Bauteils auftritt: Der Fräser ist derart konstruiert, dass Vibrationen, die bei tiefen Taschen und großen Vertiefungen entstehen, so weit wie möglich verhindert oder abgefangen werden. Deswegen kommt der M5008 auch häufig im Werkzeug- und Formenbau zum Einsatz. Bei Metaxon geht es zwar nicht um Formenbau, aber das Problem ist im Prinzip dasselbe.
Nachgewiesene Nachhaltigkeit
Walter setzt seinen Weg in Richtung nachhaltiger Unternehmensführung konsequent fort. Die deutschen Walter Standorte wurden erfolgreich nach ISO 50001 zertifiziert und bestätigen damit die Wirksamkeit ihres Energie-Managementsystems. Der Walter Fertigungsstandort Jičín (Tschechische Republik) erreichte zudem die Zertifizierung nach ISO 14001 sowie ISO 45001 für Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement. Der Vertriebs- und Produktionsstandort Greer (USA) wurde nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 zertifiziert. Die Zertifizierungen unterstreichen das Engagement des Unternehmens für Qualität, Umwelt und Sicherheit. Für Walter gehört Nachhaltigkeit – laut eigener Aussage – zur „DNA des Unternehmens“ und ist ein zentrales Element der Unternehmensphilosophie.
Und der Fräser passt auch vom Maschinen-Setup ausgezeichnet: Das bei Metaxon eingesetzte 5-Achsen Dreh-Fräszentrum hat die entsprechenden Leistungsmerkmale, damit er seine Fähigkeiten voll ausspielen kann. Durch die Kombination von geringer Schnitttiefe mit hohen Zahnvorschüben erreicht der Fräser ein enormes Zerspanungsvolumen. Bei seinem niedrigen Einstellwinkel von 10° dominieren die axialen Schnittkräfte, die zu einem stabilen Bearbeitungsprozess befähigen.

Walter bietet für den M5008 ein umfassendes Sortiment an doppelseitigen, rhombischen Wendeschneidplatten mit vier Schneidkanten an, die kompakte Werkzeugdurchmesser und hohe Zähnezahlen zulassen. Stabile Schneidkanten mit leicht schneidenden Geometrien sowie die innovativen Tiger·tec Schneidstoffe erlauben das Bearbeiten mit hohen Schnittdaten und lange Standzeiten.

















