Der Maschinenbau in Deutschland setzt weiterhin stark auf den Standort als Forschungs- und Innovationszentrum, trotz wirtschaftlicher Herausforderungen durch handelspolitische Spannungen und hohe Bürokratie. Laut einer Umfrage des VDMA planen viele Unternehmen, ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (FUE) bis 2025 stabil oder sogar leicht steigend zu halten. Hauptkonkurrent im Innovationsbereich bleibt China, das von vielen Unternehmen als wettbewerbsfähig angesehen wird. In Deutschland finden 84 Prozent der FUE-Aktivitäten im Inland statt. Staatliche Forschungszulagen werden zunehmend genutzt, insbesondere von mittelständischen Unternehmen. Weiterhin bestehen bedrohliche Abhängigkeiten in Schlüsseltechnologien von nicht-europäischen Staaten, die durch strategische Investitionen in Wissenschaft und Bildung sowie europäische Kooperation vermindert werden sollen. Der stellvertretende VDMA-Geschäftsführer Hartmut Rauen betont die Notwendigkeit, ungewollten Wissensabfluss zu kontrollieren und die Innovationskraft zu stärken.
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Die Hauptwettbewerber sind…?
Die Umfrage zeigt, dass die meisten Unternehmen in Bezug auf Innovationskraft mittlerweile ihren Hauptwettbewerb in China sehen (65 Prozent). In Deutschland verorten 53 Prozent ihren Hauptwettbewerb, in den USA 25 Prozent, was in erster Linie auf große Firmen zutrifft. Die meisten Befragten führen die Innovationsstärke chinesischer Unternehmen auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen und Subventionen zurück (89 Prozent) sowie auf eine geringere Bürokratielast (73 Prozent). 51 Prozent sehen im Abfluss von Wissen aus Europa einen Grund für die Entwicklung. „Das Vermeiden von ungewolltem Wissensabfluss aus der öffentlich finanzierten Forschung auf der Basis von Leitplanken gehört auf die politische Agenda“, fordert der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer. „Als Maxime brauchen wir noch viel mehr ‚Research for Industry‘ für einen starken heimischen Innovationsraum“.
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