Geschäftsverlauf besser als erwartet

Mit jährlich mehreren tausend Besuchern gehört die Hermle Hausausstellung zu den wichtigsten Branchenveranstaltungen der Präzisionsbearbeitung. Sie gibt Anwendern, Entscheidern und Branchenexperten einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends, Innovationen und konkrete Fertigungslösungen.
Mit jährlich mehreren tausend Besuchern gehört die Hermle Hausausstellung zu den wichtigsten Branchenveranstaltungen der Präzisionsbearbeitung. Sie gibt Anwendern, Entscheidern und Branchenexperten einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends, Innovationen und konkrete Fertigungslösungen.Bild: Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

Entsprechend stieg der Bestelleingang im Gesamtjahr 2025 aus dem Ausland deutlich an. Im Inland wurde dagegen ein Rückgang verzeichnet, was neben der anhaltenden Verunsicherung durch die Zollpolitik der USA auf standortspezifische Faktoren wie die Konjunkturflaute, strukturelle Probleme in der Automobilbranche, hohe Energiekosten, erschwerte Finanzierungsbedingungen sowie die ausufernde Bürokratie zurückzuführen war. Der Auftragsbestand des Hermle-Konzerns belief sich am 31. Dezember 2025 auf rund 91 Mio. Euro (Vj. 99 Mio. Euro).

Deutliche Schwankungen

Da die Großaufträge aus dem zweiten Halbjahr bis zum Jahresende weitgehend abgearbeitet wurden, kam es zwischenzeitlich zu einer gesunden Stabilisierung der Auslastung und der Hermle-Konzernumsatz stieg 2025 nach vorläufigen, ungeprüften Berechnungen insgesamt leicht auf 492 Mio. Euro (Vj. 488 Mio. Euro). In den übrigen Monaten des Jahres waren die Kapazitäten nicht ausreichend ausgelastet. Das Unternehmen musste daher erneut ‚Bremstage‘ und Kurzarbeit einsetzen.

Hermle Hausaustellung
Die Maschinenfabrik Berthold Hermle lädt vom 21. bis zum 24. April zur traditionellen Hausausstellung in das Technologie- und Schulungszentrum am Stammsitz in Gosheim ein. An allen vier Tagen öffnet Deutschlands führender Hersteller von Fräsbearbeitungszentren zwischen 9:00 und 17:00 Uhr seine Tore für Besucher aus aller Welt – und präsentiert erneut eindrucksvoll, wie sich Präzision, Automation und intelligente Fertigungslösungen bestens verbinden lassen.

Die Ertragslage war zusätzlich durch vielfältige negative Effekte wie Lohn- und Energiepreissteigerungen, bürokratische Auflagen und Währungsverschiebungen beeinträchtigt. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Hermle-Konzerns reduzierte sich daher laut ungeprüften Zahlen um ca. 19% auf rund 69 Mio. Euro (Vj. 85 Mio. Euro), lag damit aber deutlich über den Erwartungen zu Jahresbeginn. Auch die im November 2025 angehobene Prognose, in der Hermle noch von einem Rückgang um mindestens 25% ausgegangen war, wurde übertroffen, da gegen Ende des Jahres sowohl Auslastung als auch Wertschöpfung besser ausfielen als angenommen.

Prämie für die Beschäftigten und neuer Vorsitzender

Auf Grundlage der vorläufigen Zahlen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat seine Ausschüttungsempfehlung für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt: Vorgesehen ist, der Hauptversammlung am 1. Juli eine Dividende von 9,50 Euro je Stamm- und 9,55 Euro je Vorzugsaktie vorzuschlagen (Vj. 11,00 Euro bzw. 11,05 Euro). Im Anschluss an die Dividendenzahlung sollen die Hermle-Beschäftigten im Inland wieder eine an der Ausschüttung orientierte Prämie erhalten.

In seiner Sitzung hat der Aufsichtsrat ferner beschlossen, Benedikt Hermle (37) mit Wirkung zum 1. November zum Vorsitzenden des Vorstands zu ernennen. Er ist seit 2018 Mitglied des dreiköpfigen Gremiums und verantwortet die Ressorts Produktion, Service und Personal.