Additive Fertigung praxisnah präsentiert

3D-Druck von Verschlusskomponenten für A350-Türen bei Airbus Helicopters.
3D-Druck von Verschlusskomponenten für A350-Türen bei Airbus Helicopters.Bild: Airbus

Wie Additive Manufacturing (AM) ins Fliegen kommt, ist ein Thema auf der Rapid.Tech 3D vom 17. bis 19. Mai 2022 in Erfurt. Einblicke in neue Anwendungen gibt unter anderem Airbus. Die Luftfahrtindustrie gehört zu den Pionierbranchen, die additive Fertigungsverfahren (3D-Druck) aus dem Versuchsstadium heraus in eine industrialisierte Produktion gebracht haben. Je leichter Flugzeuge und Hubschrauber sind, umso mehr reduzieren sich Treibstoffverbrauch und Emissionen. Die mit AM auszuspielenden Leichtbau- und Geometrie-Vorteile gehen jedoch mit zahlreichen Herausforderungen bei der Industrialisierung des 3D-Drucks einher.

Bei Airbus Helicopters beispielsweise werden seit etwa drei Jahren Teile für Flugzeugtüren additiv gefertigt. Die Verriegelungswellen kommen im Passagierflugzeug A350 zum Einsatz. „Wir haben 2017 begonnen, Bauteile für den metallischen 3D-Druck zu identifizieren und sind mit diesem Kinematikelement gestartet. Gegenüber der konventionellen Variante sparen wir durch die Integration von bisher zehn Teilen zu einer Komponente ca. 45 Prozent an Gewicht und 25 Prozent an Kosten. Rund 3.500 Wellen sind produziert und die ersten schon verbaut“, berichtet Frank Rethmann, Head of Department Industrial Service Center 3D Printing bei Airbus Helicopters. In einem Keynote-Vortrag am Eröffnungstag der Rapid.Tech 3D wird er über diese sowie weitere Serien-Applikationen und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen.

Die Chancen und Herausforderungen des 3D-Drucks in weiteren Mobilitätsbereichen beleuchten zudem Keynote-Sprecher von Porsche, Sauber sowie vom German-Emirati Institute. Darüber hinaus werden Experten von Autodesk, nFrontier, Procter & Gamble und Toolcraft aktuelle AM-Produkt- und Prozessanwendungen vorstellen. Weitere Informationen zum Kongressprogramm gibt es HIER.

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