
Darrell Hughes gründete 1974 den Betrieb als ‚South Yorkshire Saw & Tool Co‘ (Systco) für das Schärfen von Sägeblättern und den Zubehörvertrieb. Heute leitet sein Sohn Carl Hughes die Firma, die 1992 in Systco-Unilap umbenannt wurde und mehr als 5.000 Produktlinien für den britischen Markt herstellt.
Mehr als 40 Jahre Vollmer bei Unilap
In seinem Portfolio führt Unilap sowohl hartmetallbestückte (HW) Kreissägen als auch Rotationswerkzeuge aus Hartmetall sowie ultraharte Schneidstoffe wie PKD (polykristalliner Diamant). Mit seinen Oberfräsern, Profilwerkzeugen, Bohrern und Kreissägen erzielt das Unternehmen jährlich ein Wachstum von 25 Prozent. Um diese Entwicklung in den bestehenden und auch neuen Märkten zu stärken, baute Unilap seine Fertigungskapazitäten mit Vollmer Technologie aus. Der englische Werkzeughersteller nahm 2022 zu seinen bisher acht Vollmer Maschinen drei weitere in Betrieb.
Bearbeitungszeit pro Werkzeug um über 80 Prozent verkürzt
„Wir setzen seit mehr als 40 Jahren auf Vollmer und lieben die Marke aufgrund ihrer Qualität, Innovationskraft und Zuverlässigkeit“, lobt Carl Hughes. „Deshalb sind wir stolz, dass wir jetzt elf Vollmer Maschinen im Einsatz haben. Gerade die neue VGrind 260 bedeutet für uns einen neuen Ansatz, um die Automatisierung bei der Herstellung von Rotationswerkzeugen auf ein neues Niveau zu heben.“
VGrind 260 leitet Paradigmenwechsel ein
Die im Oktober 2022 ausgelieferte Werkzeugschleifmaschine VGrind 260 leitete bei Unilap einen Paradigmenwechsel ein: Zuvor wurden Hartmetallwerkzeuge auf zwei Maschinen halbautomatisch gefertigt; dabei musste ein Mitarbeiter kontinuierlich die Werkzeuge wechseln. Mit der automatisierten VGrind 260 sowie dem Kettenmagazin HC 4 kann Unilap nun mannlos und rund um die Uhr seine Rotationswerkzeuge fertigen.

Darüber hinaus bietet die VGrind 260 mit bewährter Vollmer Kinematik und Doppelspindel eine hochpräzise Mehr-Ebenen-Bearbeitung. Damit sind sowohl die Qualität als auch die Standzeiten der Unilap Werkzeuge signifikant gestiegen.
Britischer Schleifmarkt bleibt attraktiv
Die jüngsten Investitionen von Unilap in die Schärfmaschinen aus dem Hause Vollmer zeigen, dass auch nach dem Brexit der britische Markt für den schwäbischen Maschinenbauer attraktiv bleibt. In Großbritannien sind die Baden-Württemberger seit 1980 mit einer eigenen Niederlassung vertreten. Der Standort von Vollmer UK befindet sich in Nottingham: Die Stadt liegt rund 80km südlich von Doncaster und befindet sich im Dreieck der Wirtschaftsmetropolen Manchester, Sheffield und Birmingham.
„Früher mussten wir die Werkzeugbearbeitung mühsam planen und den jeweiligen Maschinen zuordnen, um den Wechsel von Schleifscheiben und Spannzangen sowie die Neuprogrammierung zu minimieren“, erinnert sich Bob Young, General Manager bei Unilap. „Jetzt können wir das Kettenmagazin mit Werkzeugen verschiedener Durchmesser bestücken und die VGrind läuft einfach durch – die Bearbeitungszeit pro Werkzeug konnten wir dadurch um mehr als 80 Prozent senken.“
Kapazitäten ausgebaut
Mit der Schleifmaschine CHX 840 für hartmetallbestückte Kreissägen erweitert Unilap seine Kapazitäten für die automatisierte Fertigung von HW-Kreissägen. Dank des Beladesystems HS ist ein mannloser Betrieb möglich, der die bestehenden Vollmer Maschinen bei Produktion und Wartung entlastet. Die Erodiermaschine QXD 250 ergänzt die bisherige Vollmer QXD 200, die der Werkzeughersteller seit nunmehr zehn Jahren für die Bearbeitung von PKD-Werkzeugen nutzt. Ausgestattet mit dem Werkzeugspeicher HC 5 kann die QXD 250 insgesamt 28 Werkzeuge mit Gewichten bis zu 25kg aufnehmen und der Erodiermaschine in 24/7-Schichten zuführen.

„Die QXD 250 mit dem innovativen Erodiergenerator Vpulse EDM erhöht unsere Schnittgeschwindigkeiten um bis zu 40 Prozent und sorgt gleichzeitig für eine deutlich verbesserte Oberflächengüte“, weiß Bob Young zu schätzen. „Zudem können wir aufgrund der intuitiv bedienbaren Software ExLevel PRO unsere Werkzeuge um 50 Prozent schneller programmieren als bisher. Insgesamt liegt die Zeitersparnis zwischen 70 und 80 Prozent, wenn wir die Effizienzen beim Programmieren, Einrichten und Antasten miteinbeziehen.“

















