dima-Exklusivinterview: Ortung in Echtzeit für die digitale Fabrik

'Wir sind Ortung' - unter diesem Motto berät Indutrax branchenübergreifend und technologieunabhängig Unternehmen beim Einsatz von Ortungs- und Identifikationssystemen in der fertigenden Produktion. Im Interview stellt sich Unternehmensgründer Terry Phebey unseren dima-Fragen.
Unternehmensgründer Terry Phebey:
Unternehmensgründer Terry Phebey: „Gerade in modernen Produktionsabläufen ist es notwendig zu wissen, wo sich was in Echtzeit befindet.“Bild: Indutrax GmbH

Für mittelständische Fertigungsunternehmen liefern die Lösungen einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Effizienz, Flexibilität, Qualität und Kontrolle im Produktionsprozess. Reale Vorgänge werden im digitalen Zwilling der Fabrik in Echtzeit abgebildet und erlauben papierlose Lösungen im Sinne von Industrie 4.0.

dima: Herr Phebey, Indutrax beschäftigt sich mit Ortungsdaten. Was hat das mit Produktionsprozessen zu tun?

Wir fokussieren uns auf Lösungen, in denen das Erfassen von Bewegungen eine tragende Rolle spielt. Beispiele hierfür sind die automatische Verfolgung von Komponenten, Halbfertig- und Endprodukten im industriellen Prozess oder auch die ortungsbasierte Verwaltung von Fertigungshilfsmitteln, wie Werkzeugen, Containern/Behältern oder Transportfahrzeugen. So grenzen sich unsere Lösungen von herkömmlichen Industrie-4.0-Ansätzen ab, die sich ausschließlich um die Anbindung stationärer Maschinen und Geräte kümmern. Gerade in modernen Produktionsabläufen ist es notwendig zu wissen, wo sich was in Echtzeit befindet. Dieses Wissen gestattet dem Fertigungsbetrieb eine flexible effiziente Prozesssteuerung und sichert eine störungsfreie Produktion – ohne kostenaufwändige Ausfallzeiten.

In der Location Test Factory (ILTF) in Solingen sind zahlreiche der wichtigsten Systeme auf dem Markt installiert - Interessenten erhalten hier die Gelegenheit, diese im realen Einsatz kennenzulernen.
In der Location Test Factory (ILTF) in Solingen sind zahlreiche der wichtigsten Systeme auf dem Markt installiert – Interessenten erhalten hier die Gelegenheit, diese im realen Einsatz kennenzulernen.Bild: Indutrax GmbH

dima: Gibt es konkrete Anwendungsfälle in Produktionsprozessen?

Mehrere Kunden setzen bereits unseren ‚Producttracker‘ ein. Damit verfolgen Unternehmen ihre Produktionsaufträge und Betriebsmittel in Echtzeit. Ziele sind:

• Transparenz der Lokation von Teilen und Komponenten zum Erfüllen der Aufträge,

• Abweichungen vom geplanten Prozess erkennen und eine Basis zur dynamischen Umpriorisierung schaffen,

• Erfassen und Darstellen von Verweildauer der Aufträge im jeweiligen Prozessschritt sowie Materialfluss und Bewegungszeiten, um eine Analyse zu unterstützen.

Die Einführung der Software unterstützt eine kontinuierliche Prozessverbesserung.

Indutrax stellt fertige Applikationen für die Ortung und Identifikation von Prozessen zur Verfügung.
Indutrax stellt fertige Applikationen für die Ortung und Identifikation von Prozessen zur Verfügung.Bild: Indutrax GmbH

dima: Welche Technologien kommen zum Einsatz und wie profitieren Ihre Kunden davon?

Fertigende Unternehmen suchen im Kontext von Industrie 4.0 nach Lösungen, die Lean-Management-Ansätze ergänzen sowie einfach implementiert und flexibel an den jeweiligen Bedarf angepasst werden können. Sie sollen zudem variabel erweiterbar und damit zukunftssicher sein. Das Spektrum an Ortungs- und Identifikationstechnologien sowie Sensorik ist vielfältig. Indutrax agiert hier technologie- und herstellerunabhängig. Wir kennen die Vor- und Nachteile der wichtigsten Systeme, weil wir sie in unserer Testfabrik installieren und evaluieren.

>>Intelligente Geo-Algorithmen sorgen für eine hohe Skalierbarkeit<<

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Ingersoll Werkzeuge GmbH
Bild: Ingersoll Werkzeuge GmbH
Modulares Wechselkopfsystem

Modulares Wechselkopfsystem

Ingersoll präsentiert die neue FlexTurn-Familie modularer Köpfe und Halter für Swiss-Type Maschinen. Mit dieser modularen Serie lassen sich Rüstzeiten verkürzen und Kosten sparen. Generell kostet es Zeit, die Halter aus dem Werkzeughalter der Swiss-Type Drehmaschinen auszubauen, um die Wendeschneidplatten zu wechseln. Mit der modularen FlexTurn-Serie können Wendeschneidplatten außerhalb der Maschine ausgetauscht werden, indem nur der modulare Kopf ausgebaut wird und der Schaft im Werkzeughalter bleibt.

Bild: Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH - Nico Sauermann
Bild: Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH - Nico Sauermann
Fachbericht: Königsdisziplin Stechdrehen

Fachbericht: Königsdisziplin Stechdrehen

Als Paul Horn im Jahr 1972 die Wendeschneidplatte des Typs 312 der Öffentlichkeit vorstellte, war das im Prozess des Stechdrehens eine kleine Revolution. Als erster Hersteller überhaupt präsentierten die Tübinger ein dreischneidiges Werkzeugsystem mit stehender Hartmetall-Wendeschneidplatte für das Stechdrehen. Heute ist der Prozess Stechdrehen mit Wendeschneidplatten in der modernen Fertigung nicht mehr wegzudenken.

Bild: Lehmann-UMT GmbH
Bild: Lehmann-UMT GmbH
Feinstfiltersystem auf der GrindTec und Intec

Feinstfiltersystem auf der GrindTec und Intec

Mit dem StingR Feinstfiltersystem schafft das vogtländische Unternehmen Lehmann-UMT eine universelle Lösung zur energieeffizienten und passgenauen Aufbereitung von Fluiden beim Werkzeugschleifen für verlängerte Standzeiten und hohe Werkzeugqualität. Erstmals im vergangenen Jahr vor großem Publikum auf der GrindTec präsentiert, wurde das Feinstfiltersystem mit automatischer pneumatischer Rückspülung erfolgreich am Markt platziert.

Bild: MPDV Mikrolab GmbH
Bild: MPDV Mikrolab GmbH
Optimistischer Start ins Jahr 2023

Optimistischer Start ins Jahr 2023

Viele Produktionsunternehmen erkannten im zurückliegenden Jahr, dass Investitionen in den Bereichen Digitalisierung und smarte Fabrik eine positive Auswirkung auf die gestiegene Komplexität und die vielfältigen Herausforderungen am Markt nehmen können. So konnte die MPDV Gruppe mit Sitz in Mosbach zahlreiche Projekte mit Bestandskunden realisieren und Neukunden von ihren markterprobten Lösungen überzeugen.

Bild: Schott Systeme GmbH
Bild: Schott Systeme GmbH
Vollautomatisierte Bearbeitung auf der Intec 2023

Vollautomatisierte Bearbeitung auf der Intec 2023

Auf der Intec 2023 in Leipzig vom 7. bis zum 10. März demonstriert der deutsche Softwarehersteller Schott Systeme die signifikanten Leistungserweiterungen der Version 3.10 seiner Pictures by PC-CAD/CAM-Software. Diese Version baut auf fast 40 Jahre Softwareentwicklung des Anbieters auf, der mit seiner universellen CAD/CAM-Software Pictures by PC (Preis unter 10.000€) eine kostengünstige Lösung für alle Aspekte der Konstruktion und Fertigung bereitstellt – von der Lohnfertigung, dem Sondermaschinenbau bis hin zum Werkzeug- und Formenbau.

Bild: Mahr GmbH
Bild: Mahr GmbH
Messdaten bequem sichern

Messdaten bequem sichern

Bedienung per Touch, ein ergonomisches Handling und vielfältige Auswertemöglichkeiten: Dafür steht das Höhenmessgerät Digimar 817 CLT, das in den drei Messbereichen 350, 600 und 1.000mm zur Verfügung steht. Ein schwenkbares Touchdisplay sorgt dafür, dass sich das Messgerät von Mahr aus Göttingen so komfortabel bedienen lässt wie ein Tablet: Große Schaltflächen, übersichtlich gegliederte Menüs und selbsterklärende Icons gestatten schnelle flüssige Abläufe und beschleunigen somit den Messablauf.

Bild: Airbus
Bild: Airbus
Success-Story: Rauch und Feinstaub weg

Success-Story: Rauch und Feinstaub weg

Die Bearbeitung von Grauguss auf spanenden Werkzeugmaschinen stellt besondere Anforderungen an die Luftreinhaltung. Der hohe Kohlenstoffgehalt des Materials lässt große Mengen an Feinstaub und Rauch entstehen – vor allem bei Großmaschinen und beim Schruppen mit großer Zustellung. Spezielle Abscheider beispielsweise von Rentschler Reven schützen Mensch und Maschine.

Bild: Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Bild: Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Neuer Leiter Industrial Europa

Neuer Leiter Industrial Europa

Christian Zeidlhack (45) hat die Leitung für das Industriegeschäft in Europa sowie die Gesamtleitung der Subregion Zentral- und Osteuropa beim global tätigen Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler übernommen. In dieser Position verantwortet er das Direktkunden- und Vertriebspartnergeschäft der Sparte Industrial in der gesamten Region Europa sowie das gesamte Geschäft des Unternehmens in der Subregion.